Bundestrainer Löw für Portugal-Spiel gesperrt
Basel/dpa. - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss in ihrem EM-Viertelfinalspiel am Donnerstag gegen Portugal ohne Bundestrainer Joachim Löw auskommen. Die Disziplinarkommission der UEFA bestätigte die Sperre gegen den DFB-Chefcoach für eine Partie.
Dies erfuhr die dpa aus Kreisen der Europäischen Fußball-Union UEFA. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) konnte dies noch nicht bestätigen. «Wir haben noch keine Information», sagte Medien-Direktor Harald Stenger.
Löw war am Montagabend beim 1:0-Erfolg über Österreich ebenso wie sein Kollege Josef Hickersberger vom spanischen Schiedsrichter Mejuto Gonzales auf die Tribüne verwiesen worden. Von dort muss er jetzt auch das Portugal-Spiel verfolgen. Nach UEFA-Regeln ist gegen die Entscheidung der Disziplinarkommission kein Einspruch möglich. Auch die Sperre von einem Spiel gegen Hickersberger wurde bestätigt.
Löw darf am Vorabend der Portugal-Partie auf der Pressekonferenz in Basel noch Antworten geben. Am Spieltag selbst darf er innerhalb des Stadions auch über Mittelsmänner keinen Kontakt zum Team haben - somit auch nicht während der Halbzeitpause in die Umkleidekabine gehen. Die Sperre endet mit dem Abpfiff der Partie. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel darf Löw wieder auf dem Podium sitzen.
In der Partie gegen Portugal darf der DFB-Coach laut UEFA-Regularien nach Betreten des Stadions keinen Kontakt mehr zu seinen Spielern oder einem offiziellen Team-Mitglied des DFB haben. Strikt untersagt ist auch der Einsatz von Mittelsmännern oder technischen Kommunikationsmöglichkeiten. Die Umkleidekabine und der Stadion-Innenraum sind für Löw absolute Tabu-Zonen. Die Sperre endet mit dem Abpfiff der Partie. Dann dürfte der Bundestrainer auch wieder bei der Pressekonferenz auf dem Podium Rede und Antwort stehen.