Billard

Billard: Scheler gewinnt lange «Schlacht»

Halle/MZ. - ZEITZ / MZ- Gewinner und somit Landesmeister im Dreiband wurde in den Billardräumen auf der Anlage von Aufbau Zeitz Titelverteidiger Stefan Scheler aus Naumburg. Der Sieger stand nach fast elf Stunden Turnierzeit fest. Es entbrannte in diesem Mammutturnier ein langer Kampf um den Landesmeistertitel Sachsen-Anhalts und die weiteren Plätze. Scheler gewann im Finale knapp um zwei Bälle gegen Uwe Werner aus Staßfurt. Um Rang drei setzte sich Manfred Schuffert (Altenweddingen) gegen Aufbaus Hoche ...

Von JOACHIM BEYER 18.11.2008, 17:36

ZEITZ / MZ- Gewinner und somit Landesmeister im Dreiband wurde in den Billardräumen auf der Anlage von Aufbau Zeitz Titelverteidiger Stefan Scheler aus Naumburg. Der Sieger stand nach fast elf Stunden Turnierzeit fest. Es entbrannte in diesem Mammutturnier ein langer Kampf um den Landesmeistertitel Sachsen-Anhalts und die weiteren Plätze. Scheler gewann im Finale knapp um zwei Bälle gegen Uwe Werner aus Staßfurt. Um Rang drei setzte sich Manfred Schuffert (Altenweddingen) gegen Aufbaus Hoche durch.

Konzentration war wieder beim Spiel mit den Bällen auf den grünen Tischen gefragt. Man hörte das Anstoßen der Bälle, das tiefe Atmen der Spieler. Und bei totaler Ruhe das Ticken der Wanduhr. 16 Spieler wollten Meister werden, so viele waren in Zeitz zum Titelkampf angetreten. Einige mussten die Hoffnungen bereits in der Vorrunde begraben. Es standen nach Setzen und Losen die ersten acht Paarungen fest. Der Zeitzer Lokalmatador Wolfgang Sichting musste gleich gegen seinen Mannschaftskameraden Dieter Hoche ran. "Gegen Dieter verlor ich meine Einsteigerrunde, und so war für mich die Meisterschaft schon nach dem ersten Spiel beendet", bedauerte der Senioren-Landesmeister Wolfgang Sichting sein zeitiges sportliches Aus an diesem Tag.

Der in Halle wohnhafte Hoche, der seit dieser Saison für Zeitz spielt, kramte in einer Spielpause in der Vergangenheit. Und der 25fache DDR-Meister im Billard hatte auch seine letzte Goldmedaille mitgebracht und zeigte diese stolz. DDR-Meister 1889 in Bernburg stand auf der Plakette und man hörte einen Spieler sprechen: "Mensch, das ist bald wieder zwanzig Jahre her. Wie die Zeit vergeht." Von früher plauderte auch der Halberstädter Uwe Bergknecht: "Vor der Wende regelten vieles die Betriebe, wo die Spieler beschäftigt waren. Man wurde zum Training freigestellt. Heute muss sich jeder seinen Sport selbst organisieren."

In Zeitz war jedenfalls gutes Niveau zu sehen. Viele erfahrene Spieler standen an den beiden Tischen und demonstrierten ihr Können. Die Spielkugel musste drei Banden erreichen und noch die anderen beiden runden Spielgeräte berühren, um einen Punkt zu notieren. Wurden diese Bedingungen nicht erfüllt, dann war der Gegner dran. Wer zuerst 15 Punkte oder 25 Aufnahmen erreichte, der hatte das Spiel für sich entschieden.

Endstand: 1. Stefan Scheler (Naumburg / Generaldurchschnitt 0,993), 2. Uwe Werner (Lok Staßfurt / 1,179), 3. Manfred Schuffert (Altenweddingen / 0,980), 4. Dieter Hoche (Aufbau Zeitz / 0,898).