US Open

Und noch ein Qualifikant im Achtelfinale: Otte überrascht

Nach Peter Gojowczyk hat es in Oscar Otte ein weiterer deutscher Qualifikant in das Achtelfinale der US Open geschafft. Da auch der Niederländer Botic van de Zandschulp weiterkam, erlebt das Grand-Slam-Turnier in New York ein ungewöhnliches Ereignis.

Von dpa
Qualifikant Otte steht im Achtelfinale der US Open.
Qualifikant Otte steht im Achtelfinale der US Open. Seth Wenig/AP/dpa

New York - Der Kölner Tennisprofi Oscar Otte hat mit seinem Achtelfinal-Einzug bei den US Open für ein historisches Ereignis gesorgt. Zum ersten Mal seit 1982 stehen drei Qualifikanten bei dem Grand-Slam-Turnier in New York in der Runde der besten 16.

Der 28-Jährige setzte sich gegen den Italiener Andreas Seppi mit 6:3, 6:4, 2:6, 7:5 durch. Otte hatte sich seinen Platz im Hauptfeld wie auch der Münchner Peter Gojowczyk mit drei Siegen in der Qualifikation erkämpft. Da auch Gojowczyk und der Niederländer Botic van de Zandschulp tags zuvor weiterkamen, erleben die US Open in diesem Jahr gleich drei krasse Außenseiter im Achtelfinale.

Dort trifft der Weltranglisten-144. Otte am Montag auf den an Nummer sechs gesetzten Italiener Matteo Berrettini oder Ilja Iwaschka aus Belarus. Gojowczyk bekommt es am Sonntag mit dem Spanier Carlos Alcaraz zu tun. Der 18-Jährige hatte überraschend gegen den Weltranglisten-Dritten Stefanos Tsitsipas aus Griechenland gewonnen.

Qualifikant Otte im US-Open-Achtelfinale

Der 32 Jahre alte Gojowczyk bezwang den Schweizer Henri Laaksonen und steht ebenfalls zum ersten Mal in seiner Karriere bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere im Achtelfinale.

Otte startete furios gegen den Südtiroler Seppi und sicherte sich mit druckvollem Spiel die ersten beiden Durchgänge. Das letzte Spiel im zweiten Satz gewann er bei eigenem Aufschlag zu Null. Seppi verließ den Platz und steigerte sich danach deutlich. Zum 2:0 gelang dem 37-Jährigen ein Break, mit einem weiteren zum 6:2 sicherte er sich Satz drei. „Du wirst ja wohl nicht gegen so einen alten Mann verlieren“, hatte die deutsche Damen-Chefin Barbara Rittner vor dem Match an Otte geschrieben, wie sie im TV-Sender Eurosport verriet.

Ottes Antwort lautete: „Nee, den krall ich mir.“ Und tatsächlich setzte der Fan des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln das Vorhaben um. Nach einer schwächeren Phase gelang ihm beim Stand von 5:5 im vierten Satz das entscheidende Break. Diese Chance ließ sich Otte bei eigenem Aufschlag nicht mehr entgehen und siegte nach 2:29 Stunden.