Sportpolitik Nicht zu teuer: Finanzminister Klingbeil will Heim-Olympia
Der Vizekanzler verspricht den deutschen Olympia-Kandidaten Geld für eine Bewerbung. Mit einem Zuschlag für Sommerspiele erwartet Lars Klingbeil einen Aufbruch in Deutschland.

Berlin - Für Finanzminister Lars Klingbeil spricht das Kosten-Argument nicht gegen eine deutsche Olympia-Bewerbung. „Wir können uns Olympische Spiele leisten und wir sollten uns Olympische Spiele leisten. Sie machen unser Land stärker und besser“, sagte der Vizekanzler der „Bild am Sonntag“. Der SPD-Vorsitzende verwies auf den Erfolg der Sommerspiele in Paris vor zwei Jahren und erinnerte an die Fußball-WM 2006 in Deutschland, das sogenannte „Sommermärchen“.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass solche sportlichen Großevents unser Land stark machen und schöne Ereignisse sind, die unserem Land guttun und die am Ende auch eine Möglichkeit bieten, dass Deutschland sich gut präsentiert“, sagte Klingbeil. Dass es in Berlin, München, Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region derzeit gleich vier Interessenten für eine deutsche Olympia-Bewerbung gebe, sei beeindruckend. „Das spricht auch dafür, wie wichtig in Deutschland die Olympischen Spiele gesehen werden“, sagte Klingbeil.
Bund sichert Finanzmittel für Olympia zu
Ende September will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, wer der deutsche Kandidat für Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 sein wird. Die deutsche Bewerbung muss sich international auf starke Konkurrenz einstellen.
Als Finanzminister hatte Klingbeil jedoch zugesichert, dass der Bund sowohl die Bewerbung wie auch mögliche Olympische Spiele in Deutschland finanziell unterstützen wird. „Natürlich wird ein ganzes Land profitieren. Egal, wo dann die Spiele sind: Das wird das ganze Land auch in Aufbruch versetzen“, sagte der 47-Jährige, der auch einen Besuch bei den derzeit laufenden Olympischen Winterspielen in Norditalien plant.