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Olympische Winterspiele Letzte Chance: Geiger und Rydzek gegen das Kombi-Debakel

Für die deutschen Nordischen Kombinierer läuft es bei Olympia bisher schlecht. Eine Chance haben sie noch. Ein Training macht Mut.

Von dpa 18.02.2026, 11:03
Johannes Rydzek präsentierte sich im Training verbessert.
Johannes Rydzek präsentierte sich im Training verbessert. Daniel Karmann/dpa

Predazzo/Tesero - Vor der letzten Medaillenchance für die deutschen Nordischen Kombinierer bei den Olympischen Winterspielen in Italien macht Johannes Rydzek Hoffnung. Der 34-Jährige, der die Mannschaft von Bundestrainer Eric Frenzel an diesem Donnerstag gemeinsam mit Vinzenz Geiger im Teamsprint vertritt, zeigte sich im Skisprung-Training in Predazzo im Vergleich zum Vortag verbessert.

Mit Sprüngen auf 129 und 131,5 Meter belegte er die Plätze drei und zwei. Zwar ließen viele starke Konkurrentinnen das Training aus. Rydzeks Leistung dürfte dem Team von Bundestrainer Eric Frenzel dennoch Mut machen.

1998 letztmals komplett ohne Medaillen

Tags zuvor war Rydzek im Einzel auf der Großschanze 123,5 Meter weit gesprungen und hatte schon vor dem entscheidenden Langlaufrennen keine Chance mehr auf Medaillen. Das galt auch für Geiger, der nach 120,5 Metern landete. Der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 ließ das Training aus.

Um nicht erstmals seit 1998 komplett ohne Edelmetall von Winterspielen abzureisen, muss im Teamsprint ein Podestplatz her. „Wir sind alle hochmotiviert. Wir lassen uns nicht so schnell unterkriegen und greifen auf jeden Fall nochmal an“, sagte Geiger nach dem enttäuschenden Einzel. Los geht es um 10 Uhr mit dem Springen, das Langlaufrennen in Tesero startet dann um 14 Uhr (ARD und Eurosport).

DOSB setzt sich für Olympia-Zukunft der Kombination ein

Wie es für die Kombination bei Olympia nach diesen Winterspielen weitergeht, ist derweil offen. Noch ist nicht klar, ob die Sportart 2030 in Frankreich weiter dabei ist. Der Deutsche Olympische Sportbund wünscht sich das - und dass dann auch die Kombiniererinnen dabei sind.

„Die Nordische Kombination ist ein traditionsreicher und prägender Bestandteil der Olympischen Winterspiele. Sie steht seit 1924 ununterbrochen im olympischen Programm und verkörpert in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Die Dachorganisation werde sich „an allen erdenklichen Stellen“ für einen Verbleib der Sportart im Olympia-Programm einsetzen, teilte der DOSB am Tag vor dem Team-Wettbewerb mit.