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RUSADA-Chef will Absetzung der Leichtathletik-Führung

13.05.2019, 20:21
Juri Ganus ist Generaldirektor der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA: Foto: Alexander Vilf
Juri Ganus ist Generaldirektor der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA: Foto: Alexander Vilf dpa

Moskau - Juri Ganus hat als Chef der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA in einem offenen Brief an das Nationale Olympische Komitee den Austausch der kompletten Führung des russischen Leichtathletik-Verbandes gefordert.

Der Verband benötige eine richtige Veränderung und es sei Zeit die „Welt der Illusion” zu verlassen. Stattdessen solle eine internationale Arbeitsgruppe unter Mitwirkung von russischen Vertretern ohne Doping-Vergangenheit installiert werden, um die Wiedereingliederung des russischen Leichtathletik-Verbandes beim Weltverband IAAF zu erreichen.

Ganus sprach sich für einen radikalen Schnitt aus und bezog dabei auch den aktuellen Leichtathletik-Präsidenten Dimitri Schljachtin ein. Auch der Trainer- und Betreuerstab müsse neu aufgestellt werden. Der russische Sportminister Pawel Kolobkow wies die Forderung als „nicht zeitgemäß” zurück. Der russische Leichtathletik-Verband ist im Zuge des staatlichen Dopingskandals bereits seit November 2015 suspendiert. (dpa)