Fußball

Bernburg verliert nach Auswärtsniederlage weiter an Boden

Warum Verbandsligist in Sangerhausen leer ausgegangen ist.

Von Ralf Kandelund Detlef Liedmann 07.11.2021, 18:26
Bernburgs Mario Mäkel (links) in einem früheren Spiel gegen Baaleberge.
Bernburgs Mario Mäkel (links) in einem früheren Spiel gegen Baaleberge. Foto: Sven Brückner

Sangerhausen/MZ - 4:0 am 27. August in Bernburg, 0:4 am Samstag in Sangerhausen. Verbandsligist SC Bernburg ist nach dem 2:3 vor einer Woche zu Hause gegen Westerhausen nun auswärts abermals eiskalt erwischt worden und hat im Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde Boden verloren.

Die Saalestädters sind auf Platz sechs zurückgefallen. Zu Rang vier, wo sie mindestens hin müssen, fehlen im Moment drei Punkte. „Wir haben jetzt drei Heimspiele und müssen dann noch nach Farnstädt. Die Mannschaft muss liefern“, fordert Trainer Benjamin Lehmeier, der im Sangerhäuser Friesenstadion einen defensiv schwachen Auftritt seiner Schützlinge erlebt hat. „Wir haben uns in einigen Situationen ziemlich naiv verhalten.“

Besonders bei Eckbällen seien weder Keeper Jonas Donath noch seine Vorderleute Herr im eigenen Strafraum gewesen. Und wenn mal was nach vorn ging, fehlten Übersicht sowie Präzision.

Bestes Beispiel eine Szene nach dem 0:3 (81.). Nils Erik Fahland lief allein auf Sangerhausens Keeper Eric Peter Brünoth zu. Dieser klärte und der Ball sprang zu Cezary Pankowski. Doch aus 16 Metern brachte der Pole das Leder nicht im leeren Tor unter. „Das war sinnbildlich“, sagt Lehmeier.

Benjamin Lehmeier
Benjamin Lehmeier
Foto: Lothar Semlin

Dabei musste Sangerhausens Trainer Olaf Glage sein Team umbauen. Doch die Frage, wie sich die umgestellte Formation finden würde, wurde vor 153 Zuschauern schnell beantwortet. Schon nach wenigen Minuten konnten die Sangerhäuser Fans jubeln. Im Anschluss an ein Eckball traf Philipp Glage zum vermeintlichen 1:0. Schiedsrichter Benedict Ohrdorf gab den Treffer aber nicht, er hatte eine Abseitsstellung des Schützen gesehen.

Der zweite Ball, der aufs Bernburger Tor kam, landete dann aber regulär im Netz. Wieder schlug Bruno Weick einen Eckball hoch vor das Bernburger Tor. Keeper Jonas Donath flog unter der Kugel hindurch, nicht aber Kevin Schäffner. Der Angreifer der Sangerhäuser bewies wieder einmal sein Sprungvermögen und bugsierte die Kugel per Kopf zum 1:0 in die Maschen. Gespielt waren da elf Minuten. Einmal in Fahrt gekommen, wurde Schäffner danach zum Schrecken für die Abwehr der Elf aus dem Salzlandkreis. Nach einer halben Stunde ließ er seinen zweiten Treffer der Partie folgen. Damit nicht genug, auch das dritte Tor der Gastgeber ging auf sein Konto. In der 81. Minute erhöhte Schäffner auf 3:0, ehe Max Hennig drei Minuten darauf hier für den Endstand sorgte.

„Mit dem Auftritt können wir nicht zufrieden sein“, so Lehmeier. Ziel bleibe die Meisterrunde. „Daran muss sich die Mannschaft messen lassen“, sagt der Coach. Am Wochenende wird es eine Extraeinheit geben, da das Spiel im Ligapokal bei Blau-Weiß Farnstädt wohl verschoben wird.