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SC Paderborn gegen RB Leipzig

SC Paderborn gegen RB Leipzig: Was Stefan Effenberg nach der Niederlage sagte

Paderborn/Leipzig - Die Stimmen nach dem etwas glücklichen Arbeitssieg von RB Leipzig beim SC Paderborn:

Von Ullrich Kroemer 27.02.2016, 14:04

Die Stimmen nach dem etwas glücklichen Arbeitssieg von RB Leipzig beim SC Paderborn:

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Das war heute das dritte Spiel seit Weihnachten, dass wir zu Null gespielt haben – das war der Schlüssel. Nach dem 1:0 hatten wir Matchball durch Emil Forsberg, der leider Yussuf Poulsen nicht gesehen hat. Wenn er den mitnimmt, ist das Spiel entschieden. Wir hatten mehr Ecken als Paderborn, da kann man so ein Spiel auch mal entscheiden. Dass der Gegner so gegnerorientiert spielt, hat mich schon ein bisschen überrascht, aber von den übrigen Bedingungen – angefangen vom Platz – waren wir nicht überrascht.” 

„Ich glaube, dass wir den Sieg verdient haben. Hier muss man erstmals gewinnen. Paderborn hat alles rausgehauen, uns die Räume extrem eng gemacht. Es war nicht viel Platz für unser Ballbesitz-Spiel, und deswegen nehmen wir die drei Punkte gern mit nach Hause.”

Stefan Effenberg (Trainer SC Paderborn): „Wir sind schon enttäuscht, weil wir ein tolles Spiel gemacht haben, auch die hundertprozentigen Möglichkeiten zur Führung oder zum Ausgleich hatten. Dass uns das Tor aberkannt wurde, ist doppelt bitter. Aber die Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben, müssen wir mitnehmen. Wir haben uns nicht nur hinten reingestellt, sondern haben auch versucht, spielerisch Möglichkeiten herauszuspielen. Die Zuschauer haben gesehen, dass die Mannschaft unbedingt will. Das sind Zeichen, die wir jetzt den Spielern transportieren müssen.” 

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig): „Das war ein großer Fight von beiden Seiten. Das war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Vielleicht hatten wir den Ball ein wenig mehr, aber Paderborn hat super verteidigt, stand gut hinten drin und hat ein paar gute Konterchancen herausgespielt. So ein Spiel wird am Ende über einen Standard entschieden, und da waren wir heute besser. 

Tim Sebastian (Innenverteidiger RB Leipzig): „Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Wir wollten aus einer gesicherten Defensive gut kontern. Das ist uns schon am Anfang gut gelungen, als wir ein, zwei gute Chancen hatten. RB macht dann eben das Tor nach einer Standardsituation, wir leider nicht. Peter Gulacsi hatte heute einen sensationellen Tag. Wenn du oben stehst, gewinnst du so ein Spiel über den unbändigen Willen. Den hatten wir auch, aber haben leider das Tor nicht gemacht. Die Art und Weise, wie wie gespielt haben, gibt uns Hoffnung für die weiteren Spiele.”

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Paderborn hat hinten sehr aktiv gestanden. Es war nicht einfach, uns durchzukombinieren. Nach dem super Standardtor mussten wir kämpfen bis zur letzten Sekunde. Aber das zeigt auch unseren Teamspirit. Am Ende war es kein klarer, aber sehr wichtiger Sieg. Wir haben jetzt noch elf Spiele; in England würde man sagen elf mal Pokalfinale.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Die eine Großchance aus dem Spiel heraus muss ich machen, dann gehen wir 1:0 in Führung. Das frühe Tor hätte uns sicher gut getan. So war es das erwartet schwierige Spiel. Aus dem Spiel heraus war es für uns heute schwierig, große Möglichkeiten zu kreieren und die Räume zu finden. Paderborn hat Mann gegen Mann verteidigt. Aber gerade gegen Ende waren bei uns andere Tugenden gefragt. Dass wir als Mannschaft dagegenhalten und an uns geglaubt haben, war entscheidend. Dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren, tut gut. Zuhause wollen wir wieder mit mehr spielerischer Klasse überzeugen.”

(mz)