RBL-Abwehrboss

RBL-Abwehrboss: Willi Orban: „Müssen beste Verteidigung Europas werden”

Leipzig - Markige Worte: RB Leipzigs Abwehrmann kündigt vor dem Gastspiel beim BVB an, dass RB forscher auftreten werde als in München.

Von Ullrich Kroemer
Willi Orban (Mitte) nach dem Spiel gegen Hoffenheim
Willi Orban (Mitte) nach dem Spiel gegen Hoffenheim imago sportfotodienst

Willi Orban ist nicht nur auf dem Platz DIE Konstante bei RB Leipzig, wo er bislang keine Minute in dieser Saison gefehlt hat. Orban ist auch derjenige, der die meisten Interviewminuten bei Rasenballsport auf dem Buckel hat. Nach beinahe jedem Training und jedem Spiel stellt sich der Vize-Kapitän der Leipziger den Fragen der Journalisten. 

So auch an diesem vernieselten Dienstagmittag nach der ersten Einheit dieser speziellen Woche für RBL, die mit dem Gastspiel bei Borussia Dortmund endet (Sa., 18.30 Uhr). Für viele Leipziger Profis eines der bislang spannendsten Auswärtsspiele ihrer Karriere. Vor einer so gewaltigen Kulisse wie beim BVB ist auch Orban noch nie seinem Beruf nachgegangen. „80.000 Fans auswärts – das wird mein persönliches Highlight-Spiel”, sagt der 24-Jährige und fügt lässig hinzu: „Es ist bekannt, dass da ganz gute Stimmung ist.”

Orban: „Beschäftigen uns wenig mit Fantribünen”

Nun ist der gebürtige Pfälzer ein höchst unaufgeregter Charakter mit stoischem Naturell. Dass es am Samstagabend im Dortmunder Kessel brodeln wird, nimmt Leipzigs Abwehrchef nur cool zur Kenntnis. „Es kommt mir entgegen, wenn die Atmosphäre auch mal etwas hitziger ist. Das treibt einen zu Top-Leistungen an”, sagt er.

Doch dass der Lärm, den die über 70.000 Dortmunder Anhänger veranstalten werden – etwa 8000 Fans der Leipziger sind auswärts mit dabei –, das junge Team von Rasenballsport beeindrucken könnte, strahlt Orban keineswegs aus. „Wir beschäftigen uns weniger mit den Fantribünen, sondern fokussieren uns auf das, was uns ausmacht. Das ist unser Spiel”, erklärt er.

Orban: „Beste Verteidigung Europas werden”

Beim 0:3 beim FC Bayern München jedoch war genau dieser Fall eingetreten: RB hatte sich zum ersten Mal in dieser Saison wirklich beeindrucken lassen. Darauf angesprochen redet Orban von „mehreren Faktoren”, die dafür verantwortlich gewesen seien, dass RB an diesem Abend nicht konkurrenzfähig war. „Da mache ich mir keine Sorgen. Wir werden am Samstag anders auftreten”, verspricht er.

Mit reichlich Selbstvertrauen nämlich, wie Orban demonstrierte: Nachdem Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann die Leipziger Verteidigung am Wochenende als „eines der Top-Teams Europas” geadelt hatte, sagt Orban nun forsch: „Dann müssen wir die beste werden. Das muss unser Anspruch sein.” Und: „Auch im Spiel nach vorn haben wir noch Potenzial. Wir hatten in den letzten beiden Spielen durch Rote Karten einen Mann mehr auf dem Platz. Wenn wir das Spiel machen müssen, wollen wir noch kreativer werden, noch bessere Lösungen finden. Es ist noch einiges zu tun.” (mz)

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