Willi Orban

RB Leipzig: Willi Orban will Stammplatz in der Startelfund für Ungarn spielen

Grassau - Leipzigs Abwehrspieler Willi Orban spricht erstmals über seine Stammelf-Ambitionen und die Möglichkeit, künftig für Ungarn zu spielen.

Von Martin Henkel
Ambitioniert und zielgerichtet: Willi Orban im RB-Trainingslager.
Ambitioniert und zielgerichtet: Willi Orban im RB-Trainingslager. imago sportfotodienst

Willi Orban, Innenverteidiger von RB Leipzig, hat im Vorbereitungstrainingslager des Bundesliga-Aufsteigers in die Liga im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung als erster Spieler öffentlich Startelf-Ambitionen bekundet. Er gehe davon aus, in den ersten Saisonspielen, gegen Dynamo Dresden im Pokal (21.8.) und eine Woche später gegen die TSG Hoffenheim (29.8.) in der Startelf zu stehen. Orban sagte: „Ich bin davon überzeugt, dass ich spielen werde."

Bis dato sind solche Aussagen beim Rasenballsportverein eigentlich ein Tabu gewesen. Zwar wählte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl in den zwei vergangenen Tests gegen Turin (0:0) und Eibar (3:2) jeweils zwei Formationen, die erkennen ließen, wen der Trainer für seine Stammelf ins Auge fasst, aber jeder Frage nach einer Vorentscheidung in der Stammelf-Frage wich der Österreicher zuletzt aus.

Orban in der Offensive

Umso erstaunlicher ist die Aussage, mit der Orban seine Zuversicht verdeutlichte. Zumal die Frage nach dem weiteren Zukauf eines Innenverteidigers immer noch im Raum steht. Sportdirektor Ralf Rangnick und Hasenhüttl hatten zuletzt immer wieder betont, dass sie sich diese Option offen halten wollen. Eine Entscheidung wollen sie nach dem Ende des Trainingslagers kommenden Mittwoch fällen.

Orban gehörte bislang zur Elf um Torhüter Fabio Coltorti, die Viererkettenspieler Marcel Halstenberg, Marvin Compper, Benno Schmitz, die Sechser Naby Keita und Stefan Ilsanker und die Offensivkräfte Kaiser, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen, die in den beiden vergangenen Testspielen überzeugen konnte. Gegen Eibar am Samstag etwa wandelte sie den 0:2-Halbzeitpausenrückstand noch in ein 3:2 um.

Orban, der im Sommer voriges Jahr vom 1. FC Kaiserslautern an das Elsterbecken wechselte, sprach mit der MZ auch über die Anfänge als fünf Jahre alter Nachwuchsspieler der Lauterer, über seinen wechsel nach Leipzig, seine Vorliebe für das Verhindern von Toren, und seine Karriereziele.

Orban für Ungarn?

Dabei äußerte er sich auch zu einer mögliche Berufung in die deutsche Nationalmannschaft. Orban, der einen ungarischen Vater und eine polnische Mutter hat, spielte bislang ein Mal für die U 19 des DFB im November 2014. Im Raum steht für den Defensivspieler allerdings auch eine Berufung in die ungarische Nationalmannschaft.

Orban besitzt die Staatsbürgerschaft des Heimatlandes seines Vaters und hatte vor der Europameisterschaft in diesem Sommer Kontakt mit dem deutschen Nationaltrainer der Ungarn, Bernd Storck. „Es ist kein Geheimnis, dass Bernd Storck mich angerufen hat, um mal zu wissen, wie es bei mir aussieht. Wir hatten ein gutes Gespräch.“

Noch hofft Orban auf weitere Spiele für den DFB, schränkt aber ein: „Ich habe zwar kein Limit, aber so viel Zeit im Fußballerleben hat man nicht. Irgendwann muss man dann eine Entscheidung fällen.“

Das komplette Porträt über Willi Orban lesen Sie am Dienstag in der Mitteldeutschen Zeitung.