RB Leipzig Spielmacher

RB Leipzig Spielmacher: Dominik Kaiser brilliert in der Zweiten Liga

Leipzig - Die Leipziger Fans skandierten nach dem 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC lautstark den Namen von Doppeltorschütze Yussuf Poulsen. Doch ohne Dominik Kaiser hätte der Stürmer von Fußball-Zweitligist RasenBallsport Leipzig am Mittwoch kaum glänzen ...

Die Leipziger Fans skandierten nach dem 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC lautstark den Namen von Doppeltorschütze Yussuf Poulsen. Doch ohne Dominik Kaiser hätte der Stürmer von Fußball-Zweitligist RasenBallsport Leipzig am Mittwoch kaum glänzen können.

Zweimal schickte der genesene Spielmacher den flinken Dänen mit perfekt getimten Pässen auf die Reise. Poulsen umkurvte jeweils Karlsruhes Torhüter Dirk Orlishausen und vollendete. Zudem war Kaisers Freistoß zum Ausgleich nach Karlsruhes überraschender Führung die Initialzündung für einen am Ende hoch verdienten Heimsieg, der den Aufsteiger auf Platz zwei führte.

„Ich freue mich, dass es so gut gelaufen ist. Die erste halbe Stunde habe ich mich aber auch schwergetan, ins Spiel zu finden“, sagte Kaiser selbstkritisch. Der Mittelfeldspieler, der in der Vorsaison nach 13 Treffern und 15 Torvorlagen zum „Spieler der Saison“ in der 3. Liga gewählt wurde, hatte sich zuletzt mit Oberschenkelproblemen geplagt. Eine Prellung setzte den 26-jährigen Regisseur fast einen Monat außer Gefecht.

„Ich weiß auch nicht, warum das so dauerte. Im Oberschenkel hat sich Flüssigkeit gebildet, die noch innen hängt“, sagte Kaiser und zeigte auf seinen linkes Bein. „Es ist noch nicht optimal, aber im Training habe ich Vollgas gegeben und wenn ich nicht fit gewesen wäre, hätte ich auch nicht gespielt.“

Wie sehr Leipzig seinen Kaiser in Bestform benötigt, wurde in den Auswärtsspielen beim FSV Frankfurt (0:0) und 1. FC Union Berlin (1:2) deutlich, als dessen Kreativität fehlte. „Wir haben heute die Tiefe gefunden, die wir zuletzt gar nicht gesucht haben“, lobte Trainer Alexander Zorniger nach dem Sieg gegen Karlsruhe. Und meinte vor allem seinen Spielmacher, der wie der Trainer im schwäbischen Mutlangen bei Stuttgart geboren ist. „Wenn er ohne Einschränkung fit ist, dann ist er in der Offensive wahrscheinlich der wichtigste Spieler“, hatte Zorniger Kaiser schon vor dem Spiel geadelt. Und das bei einem zurzeit beängstigend gut aufgelegten Poulsen in den eigenen Reihen.

Erstes Nicht-Stürmer-Tor der Saison

Dafür, dass er im Laufe der umkämpften Partie immer besser ins Spiel fand und sich der engen Bewachung durch den lang aufgeschossenen Dominic Peitz entziehen konnte, hatte Kaiser eine einfache Erklärung: „Wir haben uns mehr getraut, den Ball in meinen Raum zu spielen“, sagte er. Zuletzt überspielten die defensiven Leipziger oft das eigene Mittelfeld und bevorzugten direkte hohe, weite Bälle auf Poulsen.

Doch gerade der Däne profitiert von den flachen Pässen Kaisers, der zudem mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld personifiziert. Sein herrlicher Freistoßtreffer war das erste Leipziger Saisontor, das kein Stürmer erzielte. „Anthony Jung hat quasi die Mauer gestellt und ich kam dann gefühlt aus dem VIP-Bereich“, sagte Kaiser zur überraschenden Variante, „wir haben gerade letzte Woche im Training extrem viele Freistöße geschossen. Der hat jetzt einfach gepasst.“ (dpa)