Europa League

Europa League: Craiova-Spiel als Saisoneröffnung für RBL

Leipzig - Emil Forsberg lächelte und kniff die Augen zusammen, als er den Trainingsplatz von RB Leipzig am Mittwochvormittag betrat. Der Schwede hat in den vergangenen Nächten sicher nicht viel Schlaf bekommen, da am Dienstagmorgen – drei Tage später als erwartet – sein Töchterchen Florence zur Welt gekommen ist. Doch Forsberg musste sich umgehend von seiner kleinen Familie im schwedischen Sundsvall trennen, um nach fünf Tagen „Babypause“ wieder ins Training einsteigen zu können. „Die Mannschaft hat in der Kabine für Emil applaudiert“, berichtete Trainer Ralf Rangnick am ...

Von Ullrich Kroemer
Strecken für den Erfolg: RB Leipzig spielt am Donnerstagabend in der Europa-League-Qualifikation.
Strecken für den Erfolg: RB Leipzig spielt am Donnerstagabend in der Europa-League-Qualifikation. imago sportfotodienst

Emil Forsberg lächelte und kniff die Augen zusammen, als er den Trainingsplatz von RB Leipzig am Mittwochvormittag betrat. Der Schwede hat in den vergangenen Nächten sicher nicht viel Schlaf bekommen, da am Dienstagmorgen – drei Tage später als erwartet – sein Töchterchen Florence zur Welt gekommen ist. Doch Forsberg musste sich umgehend von seiner kleinen Familie im schwedischen Sundsvall trennen, um nach fünf Tagen „Babypause“ wieder ins Training einsteigen zu können. „Die Mannschaft hat in der Kabine für Emil applaudiert“, berichtete Trainer Ralf Rangnick am Mittwochmittag.

Pünktlich vor dem Hinspiel in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen Rumäniens Pokalsieger Universitatea Craiova an diesem Donnerstag (18.30 Uhr/DAZN) ist Forsberg zurück und wird auch auf der Bank sitzen. Das gilt auch für die weiteren WM-Fahrer Timo Werner, Yussuf Poulsen und Yvon Mvogo. „Wir werden eine hochkarätig besetzte Bank haben“, sagte Rangnick.

RB Leipzig gegen Craiova: Rangnick vertraut der bewährten Häcken-Elf

In der Startelf wird er vor allem jenen Profis vertrauen, die vor zwei Wochen Zweitrunden-Gegner Häcken 4:0 schlugen. Ein ähnliches Ergebnis schwebt Rangnick gegen Craiova vor, den 2014 nach Verbandsausschluss neu gegründeten Klub aus der „kleinen Wallachei“. Rangnick weiß: „Der Gegner ist technisch stärker einzuschätzen als Häcken.“ Der rumänische Tabellenelfte verfolge einen spielerischen Ansatz, so der 60-Jährige.

Wenn man Rangnick dieser Tage erlebt, dann empfindet er die Euro-League-Quali keineswegs als lästiges Zusatzgeschäft. „Von Störfaktor kann keine Rede sein“, sagt er. Weil der offizielle Saisonstart mit einem Fanfest aus Zeitgründen nicht stattfinden kann, deklarierte er das Duell gegen Craiova kurzerhand zur Saisoneröffnung. „Dann kommen vielleicht 25.000 Fans“, hofft er. Und für den Bundesliga-Start am 26. August gegen den BVB könne es sogar förderlich sein, dass RB zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Pflichtspiele in den Beinen und Wettkampf-Rhythmus hat.

(mz)