Spitzenreiter muss in Tilburg ran

Saale Bulls mit besonderer Vorbereitung auf Topspiel der Eishockey-Oberliga

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 04.01.2022, 09:19
Auf heimischem Eis haben die Saale Bulls die Tilburg Trappers schon zwei Mal besiegt.
Auf heimischem Eis haben die Saale Bulls die Tilburg Trappers schon zwei Mal besiegt. (Foto: Objektfoto)

Tilburg/Halle (Saale)/MZ - In Eishockey-Oberliga-Kreisen sind „Busbeine“ ein verbreitetes Phänomen. Da üblicherweise aus Kostengründen erst an Spieltagen zu Auswärtspartien angereist wird, kommt es häufiger vor, dass Teams in fremden Hallen ohne Dampf starten - weil die Busfahrt den Spielern noch in den Beinen steckt.

Beim Spitzenspiel der Oberliga Nord am Dienstagabend (20 Uhr) sollte das aber nicht passieren. Die Saale Bulls aus Halle, derzeit Tabellenführer, treten dann beim ersten Verfolger Tilburg Trappers an. „Das Schlagerspiel der Saison“, so hat Bulls-Trainer Ryan Foster die Partie vorab geadelt.

Saale Bulls mit „Kurz-Trainingslager“ in Tilburg

Damit die Spieler dann auch die bestmögliche Leistung abrufen können, haben die Bulls umgeplant. Nach dem lockeren 8:1 beim Tabellenletzten Hamm am Sonntagabend ging es nicht zurück nach Halle, sondern direkt weiter in das Herz der Niederlande.

„Wir bleiben für zwei Nächte im Hotel, trainieren heute in der Halle von Tilburg“, erzählt Sportchef Kai Schmitz am Montag. Er ist ebenso wie Vereinspräsident Daniel Mischner mit dem Team nach Tilburg gereist.

Die Voraussetzungen für einen Auswärtserfolg sind also gegeben. Es wäre ein weiteres dickes Ausrufezeichen der Bulls. Zweimal hat das Team Tilburg in dieser Saison bereits geschlagen, allerdings jeweils im heimischen Sparkassen Eisdom.

Erste Reihe der Saale Bulls in Topform

„Tilburg ist zu Hause eine Macht, bei ihnen zu spielen, ist immer schwierig“, sagt Schmitz nun. Allerdings sind die Vorzeichen, nicht nur wegen der Anti-Busbeine-Vorbereitung der Bulls günstig. In den Niederlanden gilt ein strenger Lockdown, Zuschauer sind daher am Dienstag in der Halle nicht erlaubt.

Dazu präsentierten sich die Bulls beim Kantersieg in Hamm in Torlaune. So konnte etwa Topscorer Joonas Niemelä seine kleine Flaute mit nur einem Treffer aus vier Spielen beenden, schnürte einen Doppelpack. Dazu kamen auch Tatu Vihavainan und Lukas Valasek aus der ganz starken ersten Reihe auf jeweils zwei Tore.