Markus Kuhn: Clubbesitzer müssen Proteste unterstützen

Berlin - Der deutsche Ex-NFL-Profi Markus Kuhn hat Besitzer der American-Football-Clubs aufgefordert, sich am Protest der Spieler und Coaches gegen Rassismus zu beteiligen.
„Es ist natürlich eine Sache, wenn man sich für die Spieler einsetzt und die mit Geldspenden unterstützt. Aber wenn man dann Donald Trump und seine Wahlkampagne mit den gleichen Beträgen unterstützt, fragt sich der ein oder andere, ob sich das nicht gegenseitig aufhebt”, sagte Kuhn dem Deutschlandfunk. Der gebürtige Mannheimer hatte von 2012 bis 2015 für die New York Giants in der National Football League gespielt.
Die Gesellschaft in den Vereinigten Staaten habe sich durch Trumps Präsidentschaft zum Negativen verändert, sagte Kuhn. Deshalb sollten auch Club-Besitzer, „die sonst die Republikaner wählen, zeigen, dass es in der Politik Grenzen gibt”.
Beim Auftaktspiel der NFL in der Nacht zum Freitag hatten sich die beiden Teams Kansas City Chiefs und Houston Texans mit einem stillen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt positioniert. Beide Teams blieben während des Songs „Lift Ev'ry Voice and Sing”, der als die Nationalhymne der Schwarzen gilt, in ihren Kabinen. Die Texans hatten sich bereits vor der Nationalhymne zurückgezogen, während die Chiefs die Hymne von der Seitenlinie aus anhörten.
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