„Es ist gekommen, wie es kommen sollte“

Wie sich Terrence Boyd vom Halleschen FC verabschiedet

Der Torjäger spricht vor der Abfahrt nach Kaiserslautern über seinen Transfer.

Aktualisiert: 21.01.2022, 17:03
Terrence Boyd wünscht Halle für den Rest der Saison alles Gute. Beim Klassenerhalt helfen wollte der 30-Jährige aber nicht mehr.
Terrence Boyd wünscht Halle für den Rest der Saison alles Gute. Beim Klassenerhalt helfen wollte der 30-Jährige aber nicht mehr. (Foto: Objektfoto)

Halle (Saale)/MZ - Am Freitag gegen 13.30 Uhr stieg Terrence Boyd am Leuna-Chemie-Stadion in sein Auto und machte sich auf dem Weg in seine neue Heimat: Er hatte sich mit dem 1. FC Kaiserslautern über einen Wechsel geeinigt, dem am Ende auch der Hallesche FC zugestimmt hat. Es war sein letzter Arbeitstag als HFC-Profi.

Zwar wirkte der HFC insgesamt wenig erfreut über den plötzlichen Weggang des Vize-Kapitäns und Torjägers. Doch hatte Boyd auf den Wechsel gedrängt. Und einen unzufriedenen Spieler ohne Perspektive wollte die Verantwortlichen dann doch nicht im Kader riskieren. Zudem wurde der HFC mit einer satten Ablösesumme von rund 300.000 Euro angemessen entschädigt.

Terrence Boyd bedankt sich für schöne Jahre in Halle

Boyd selber verabschiedete sich vor der Abfahrt in die Pfalz noch von den HFC-Fans. „Dankeschön Halle, es waren tolle Jahre“, sagte der 30-Jährige etwas verlegen. Ein Video des Abschieds stellte der MDR online. Boyd sagte weiter: „Man sieht sich sowieso immer zwei Mal im Fußballgeschäft.“ Schon am 29. Januar treffen FCK und HFC am Betzenberg in der 3. Liga aufeinander.

Dass sein Weggang nicht geräuschlos verläuft, ist ihm wohl selber klar. Viele Fans sind schwer enttäuscht vom einstigen Liebling, der den Klub Mitten im Abstiegskampf alleine lässt.

Entsprechend war er bemüht, keine weitere Misstimmung aufkommen zu lassen: „Ich bin froh, dass wir im Guten auseinandergehen. Ich wünsche Halle alles Beste!“

Seine Entscheidung, schon im Winter auf einen Wechsel zum FCK zu drängen, und damit nicht bis zu einem ablösefreien Transfer im Sommer zu warten, wollte er nicht kommentieren. „Es ist jetzt so gekommen, wie es kommen sollte“, sagte er nur.