Ende der Pokal-Träume

HFC-Blamage im Landespokal: Wernigerode folgt FCM ins Finale

Ein Sieg, und der Einzug in den DFB-Pokal wäre perfekt gewesen. Doch der HFC blamierte sich bei Oberligist Wernigerode komplett und verpasst das Finale gegen Magdeburg.

Von Christopher Kitsche Aktualisiert: 26.03.2022, 17:57
Sensation im Landespokal: Der HFC scheitert in Wernigerode.
Sensation im Landespokal: Der HFC scheitert in Wernigerode. Foto: Imago/Huebner

Wernigerode/MZ - Blamage am Mannsberg: Der Hallesche FC hat den Einzug ins Landespokal-Finale verpasst. Die Mannschaft von Trainer André Meyer verlor nach einem offensiv harmlosen Auftritt bei Oberligist FC Einheit Wernigerode mit 1:2 (1:1). Marcel Titsch Rivero brachte den HFC zwar verdient in Führung. Kevin Hildach (Foulelfmeter, 43.) und Erik Weinhauer drehten die Partie aber für die Wernigeröder. Die damit im nächsten Jahr im DFB-Pokal dabei sind. Der HFC wird da wieder nur Zuschauer sein.

Dabei sah es zu Beginn der Begegnung noch so aus, als würden die Rot-Weißen dem 1. FC Magdeburg ins Finale folgen. Der HFC, der nahezu in Bestformation in die Partie ging, startete konzentriert, dominierte wie erwartet gleich von Beginn an. Wernigerode hielt in der Anfangsphase mit konsequenter Defensivarbeit zunächst zwar noch gut dagegen. Nach 14 Minuten war die Abwehrkette des Oberligisten aber dann zum ersten Mal ausgespielt.

Guter HFC-Start gegen Wernigerode: Titsch Rivero trifft früh zum 1:0

Der im Strafraum völlig freistehende Titsch Rivero verwertete eine Hereingabe von Julian Guttau und traf ins lange Eck zum 1:0 für den Favoriten. Titsch Rivero hatte dann die große Chance auf seinen zweiten Treffer, wurde aber im Strafraum geblockt (27.). Das Heimteam suchte danach vermehrt den Weg Richtung HFC-Tor, spielte mutiger, ohne jedoch zu nennenswerten Torgelegenheiten zu kommen.

Auf der Gegenseite verpasste Michael Eberwein das 2:0. Er tauchte allein vor Einheit-Torhüter André Helmstedt auf. Der lenkte den Schuss des HFC-Stürmers noch zur Ecke. Das rächte sich prompt: Wernigerode kam in Anschluss an einen Konter zum überraschenden Ausgleich. HFC-Mittelfeldmann Sebastian Bösel traf Einheit-Spieler Weinhauer im Strafraum am Knöchel. Elfmeter für den Außenseiter! Den verwandelte Hildach sicher (43.). Somit ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Nur zu Beginn konnte der HFC in Wernigerode überzeugen. Der Drittligist war offensiv zu harmlos.
Nur zu Beginn konnte der HFC in Wernigerode überzeugen. Der Drittligist war offensiv zu harmlos.
Imago/Jan Huebner

HFC in der zweiten Halbzeit offensiv viel zu harmlos

Nach Wiederanpfiff suchte der HFC vergeblich die Lücke in der Gästeabwehr. Die erste größte Gelegenheit hatten sogar die Wernigeröder. Weinhauer drang von links in den Strafraum ein, scheiterte aus spitzem Winkel aber an HFC-Keeper Daniel Mesenhöler (62.).

Kurz darauf bekam der 21-jährige Offensivmann nach einem Konter aber erneut die Chance und nutzte sie: Weinhauer verwandelte rechts im Strafraum ins lange Eck zum 2:1 (67.). Das Mannsberg-Stadion stand Kopf, die Sensation greifbar und der HFC in großer Bredouille. Die Rot-Weißen suchten den Weg zurück in die Partie, die zunehmend hektischer wurde. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen, die große Überraschung war perfekt.