Erneuter Trainerwechsel

Hallescher FC: Rico Schmitt löst beim HFC Stefan Böger ab

Halle (Saale) - Rico Schmitt löst schon heute Stefan Böger als Trainer beim HFC ab.

Rico Schmitt - hier noch als Trainer von Kickers Offenbach.
Rico Schmitt - hier noch als Trainer von Kickers Offenbach. imago sportfotodienst

Der Hallesche FC zieht im Abstiegskampf die Reißleine. Mit sofortiger Wirkung übernimmt Rico Schmitt das Training, das bestätigte HFC-Vizepräsident Jörg Sitte der MZ. Der bisherige Leiter Stefan Böger zieht sich vorzeitig zurück und übernimmt ab sofort sein neues Amt als Sportdirektor.

Schmitt leitet bereits am heutigen Mittwoch (ab 10 Uhr) das Mannschaftstraining. An seiner Seite assistieren ihm Co-Trainer Benjamin Duray sowie Marco Kämpfe. Der bisherige zweite Co-Trainer Dieter Strozniak wird Teamleiter.

Auf der Vereinswebsite wird HFC-Präsident Michael Schädlich zitiert: „Mit den von uns getroffenen personellen Entscheidungen verbindet das Präsidium die Erwartung, dass die bestehende Abstiegsgefahr schnellstmöglich gebannt und damit zugleich Planungssicherheit für die kommende Drittligasaison 2016/17 geschaffen wird.“

Wechsel war eigentlich zur neuen Saison geplant

Ursprünglich sollte dieser Wechsel erst zur neuen Saison erfolgen. Nach zuletzt sieben Ligaspielen in Folge ohne Sieg, ist der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf nur noch vier Punkte geschmolzen. 

War vor wenigen Wochen hinter vorgehaltener Hand noch vom Aufstieg in die 2. Bundesliga gesprochen worden, geht jetzt die Angst vor dem Abstieg um.
Die Unsicherheit über die Zukunft hatte nach Bögers Ansicht bei einigen Spielern schon dazu geführt, dass sie mit den Gedanken nicht auf dem Platz waren, wie er nach der 1:3-Heimpleite gegen die Würzburger Kickers erklärte.

Und das Restprogramm für den HFC in dieser Saison wird schwer: Zunächst müssen sie beim Tabellenneunten SC Fortuna Köln antreten, der diese Position mit Sicherheit verteidigen will. Der derzeitige Tabellendritte VfL Osnabrück wird auch in Halle versuchen, den Relegationsplatz zu halten. In den übrigen drei Partien geht es mit den Stuttgarter Kickers, dem VfR Aalen und dem FC Hansa Rostock gegen Vereine, die sich selbst noch nicht endgültig vom Kampf um den Klassenverbleib verabschieden konnten.