„Es war ein toller Pokalfight“

Boyd entscheidet in der Verlängerung: Hallescher FC im Landespokal-Viertelfinale

Von Tobias Große 09.10.2021, 17:27 • Aktualisiert: 09.10.2021, 17:41
Terrance Boyd (re., hier gegen Union-Kapitän Rico Gängel) hat den HFC ins Landespokal-Viertelfinale geschossen.
Terrance Boyd (re., hier gegen Union-Kapitän Rico Gängel) hat den HFC ins Landespokal-Viertelfinale geschossen. (Foto: imago images/Hartmut Bösener)

Der sachsen-anhaltinische Fußball-Landespokal hätte am Samstagnachmittag fast eine der größten Überraschung der jüngeren Vergangenheit erlebt: Im Achtelfinale des eingefrorenen Wettbewerbs aus der Saison 2020/21, hat Oberligist SG Union Sandersdorf dem Halleschen FC über insgesamt 120 Minuten Paroli geboten, am Ende aber knapp mit 0:1 verloren. Der goldene Torschütze für die Drittliga-Profis war vor 870 Zuschauerinnen und Zuschauern Top-Stürmer Terrance Boyd mit einem Abstauber in der 108. Minute.

„Es war ein toller Pokalfight, der Gegner hat sehr, sehr aufopferungsvoll verteidigt und hatte gute Kontersituationen“, sagte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg nach der Partie. Mit der Leistung seiner Mannschaft konnte er nicht vollends zufrieden sein, aber: „Wir sind eine Runde weitergekommen, vielleicht mit einem blauen Auge.“

Entscheidung für den HFC fällt nach der Verlängerungspause

In der regulären Spielzeit konnte sich Halle nur wenige gute Torchancen herausarbeiten. Sandersdorf verteidigte diszipliniert und intelligent und hatte letztlich sogar die besseren Möglichkeiten. Mitte der ersten Halbzeit klatschte ein Fernschuss von Unions Erik Schlegel auf die Latte, für den HFC kam Julian Guttau zu zwei Halbchancen, machte aber jeweils zu wenig draus, so dass es torlos in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang waren die Profis aus Halle zunächst aktiver, Boyd scheiterte nach rund einer Stunde mit einem Kopfball am starken Sandersdorfer Torwart, Tom Hermann. In den letzten 30 Minuten ging es rauf und runter. „Phänomenal stark“, nannte Union-Trainer Thomas Sawetzki die Leistung seiner Mannschaft im Nachgang. „Ich wollte das Spiel heute gewinnen, und das habe ich den Jungs auch eingeimpft.“

Kurz nach Verlängerungspause war es dann ein schneller Angriff des HFC über die rechte Seite, der die Entscheidung brachte. Terrance Boyd drückte eine Kopfballablage nach einer Flanke über die Linie und sorgte für den Viertelfinaleinzug seiner Mannschaft.