Stimmen zu RB Leipzig beim 1. FC Heidenheim

Stimmen zu RB Leipzig beim 1. FC Heidenheim: Ralf Rangnick: „Wir sind zutiefst enttäuscht”

Leipzig - RB Leipzig bleibt zwar auswärts weiter ungeschlagen. Doch mit dem 1:1 (0:1)-Remis beim 1. FC Heidenheim können die Sachsen aufgrund der spielerischen Überlegenheit nicht zufrieden sein. Die Reaktionen zum ...

Von Ullrich Kroemer 18.09.2015, 19:26

RB Leipzig bleibt zwar auswärts weiter ungeschlagen. Doch mit dem 1:1 (0:1)-Remis beim 1. FC Heidenheim können die Sachsen aufgrund der spielerischen Überlegenheit nicht zufrieden sein. Die Reaktionen zum Spiel:

Ralf Rangnick: „Wir sind über das Ergebnis zutiefst enttäuscht. Wenn man ein Spiel über 75 Minuten hinweg so dominiert, wie wir das heute getan haben, dann können wir damit nur schwer leben. Wir haben über weite Strecken all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dass wir dann vor dem Ausgleich einen Konter kriegen, ist ärgerlich. Willi Orban darf in der Situation niemals grätschen. Auch nach dem berechtigten Elfmeter haben wir voll weiter auf Sieg gespielt, hatten große Möglichkeiten.”

„Dass der Schiedsrichter in der 89. Minute auf Elfmeter pfeift und die Entscheidung auf Zuruf des Linienrichters wieder zurücknimmt, habe ich auch noch nicht oft erlebt. Wenn es jemanden in der Szene gab, der überhaupt nichts sehen konnte, war das der Linienrichter. Vor ihm standen zwei Spieler. Aber es nützt nix, für uns ist das extrem ärgerlich. Jetzt müssen wir versuchen, gegen Freiburg die drei Punkte bei uns zu behalten.”

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das ist ein glücklicher Punkt. Wir haben taktisch etwas umgestellt, wollten das Zentrum zumachen, aber haben nach den ersten zehn Minuten den Kontakt verloren. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir was verändert, sind zum 4-4-2 zurückgekehrt und hatten dann gute Laufwege.”             

Daniel Frahn (Stürmer 1. FC Heidenheim): „Wir können mit dem Punkt absolut leben und sind sehr zufrieden. Die Leipziger haben sehr, sehr gut gespielt, haben eine andere Qualität. Klar, hatten wir etwas Glück. Aber wir haben uns gut verkauft, haben dagegen gehalten.”

Zum Elfmeter: „In erster Linie muss ich mich bei Marc Schnatterer bedanken. Er ist sonst unser Elfmeterschütze, hat mich aber sofort nach dem Pfiff angeschaut, ob ich schießen möchte. Das zeigt, dass wir eine sehr geschlossene Mannschaft sind, dass jeder dem anderen was gönnt. Hut ab vor Schnatti. Ich freue mich, dass ich mein erstes Tor gemacht habe und dass es jetzt richtig los geht.”

Marc Schnatterer (Kapitän 1. FC Heidenheim): „Das war ein sehr intensives Spiel. Wir mussten viel aufwenden, dass wir einen Punkt hierbehalten können. In der ersten Halbzeit sind wir schwer in die Zweikämpfe gekommen, viel hinterher gelaufen. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine gute Phase, wo wir den Ausgleich machen und auch das 2:1 erzielen können. Wir sind froh über den Punkt. Mehr wäre auch nicht verdient gewesen.” 

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir haben das Spiel 45 Minuten lang ganz klar dominiert, haben aber verpasst, das 2:0 zu machen. Dann haben wir in der zweiten Hälfte 15 Minuten nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten, haben uns auf die Heidenheimer Spielweise eingelassen und da dann den Ausgleich kassiert.“

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig) zur strittigen Szene kurz vor Schluss: „Er trifft den Ball und meinen Fuß. Ich glaube, manchmal wird da Elfmeter gepfiffen und manchmal nicht.“

Sebastian Heidinger (Rechtsverteidiger 1. FC Heidenheim):„Ich glaube ,Yussi’ hat eingesehen, dass ich erst den Ball spiele. Poulsen will natürlich den Elfmeter. Zum Glück hat der Linienrichter alles richtig gesehen. Ob ich ihn berührt habe, weiß ich nicht.“

Yussuf Poulsen: „Wenn man auf die kompletten 90 Minuten guckt, waren wir klar die bessere Mannschaft.”

Marcel Halstenberg (Linksverteidiger RB Leipzig): „Wir haben nach vorn eigentlich gut gespielt, müssen uns aber noch mehr hundertprozentige Torchancen herausspielen und einfach auch die Tore machen. Das können wir ja schon am Donnerstag wieder besser machen. (mz)