RB Leipzig übernimmt Tabellenführung

RB Leipzig übernimmt Tabellenführung: Mit "Thomanerhymne" zurück an der Spitze

LEIPZIG - Stimmungsvoller hätte das letzte Heimspiel von RB Leipzig im Jahr 2015 nicht enden können. Nach Abpfiff ertönten aus den Boxen der Leipziger Arena die glockenklaren Stimmen des Thomanerchors. Der hatte eigens für RBL die Fanhymne „Wir sind Leipzig, Rasenballsport Leipzig“ eingesungen. Die Anhänger hielten zu dem ungewöhnlichen Stadiongesang ihre Schals nach oben und setzten die Darbietung der Thomaner auf den Rängen fort. Ein intensiver Moment, während die Mannschaft im Stadion ihre Ehrenrunde ...

Von Ullrich Kroemer 14.12.2015, 08:06

Stimmungsvoller hätte das letzte Heimspiel von RB Leipzig im Jahr 2015 nicht enden können. Nach Abpfiff ertönten aus den Boxen der Leipziger Arena die glockenklaren Stimmen des Thomanerchors. Der hatte eigens für RBL die Fanhymne „Wir sind Leipzig, Rasenballsport Leipzig“ eingesungen. Die Anhänger hielten zu dem ungewöhnlichen Stadiongesang ihre Schals nach oben und setzten die Darbietung der Thomaner auf den Rängen fort. Ein intensiver Moment, während die Mannschaft im Stadion ihre Ehrenrunde drehte.

Zuvor hatte das Team von Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick eine bemerkenswerte zweite Hälfte abgeliefert und die Gäste vom FSV Frankfurt mit 3:1 (0:0) in die Knie gezwungen. Weil der SC Freiburg parallel gegen den 1. FC Nürnberg patzte, eroberte der Red-Bull-Klub am ersten Rückrunden-Spieltag die Tabellenführung, was die Fans euphorisch mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Sprechchören feierten.

Während sich die Hausherren im vergangenen Spiel gegen den MSV Duisburg die Schlussoffensive inklusive dreier Tore für die letzten fünf Minuten aufgehoben hatten, fielen diesmal drei Treffer innerhalb von neun Minuten. In dieser rauschhaften Phase in der zweiten Hälfte erzielten zweimal Marcel Sabitzer (58., 67.) sowie Kapitän Dominik Kaiser (61.) die Tore. Frankfurts promptes 1:3 (68.) durch Fanol Perdedaj hatte keine Auswirkung mehr auf das Spiel.

„Drei, vier Tore zu schießen, ist nicht immer selbstverständlich gegen Gegner, die hinten dicht machen“, freute sich Sabitzer.

Rasenballsport hatte glänzend begonnen und eine spielstarke Start-Viertelstunde hingelegt. Yussuf Poulsen scheiterte gleich mehrfach mit guten Versuchen, unter anderem am Pfosten (15.).

Doch Frankfurt verteidigte vor 19 119 Zuschauern geschickt, so dass es für die Gastgeber nach der Auswechslung von Stürmer Davie Selke und der Hereinnahme des starken Massimo Bruno erst den Eisbrecher durch Sabitzer brauchte, bis die „Roten Bullen“ ihr Torfestival starteten. „Dass wir in solchen Situationen ruhig bleiben, in denen es nicht einfach ist, ist eine Weiterentwicklung“, stellte Matchwinner Sabitzer zufrieden fest.

Und auch Trainer und Sportdirektor Rangnick bilanzierte hoch zufrieden: „Wir sind froh, dass wir dieses Heimspiel ziehen konnten. Wenn wir jetzt noch in Fürth punkten, hätten wir in der Tat ein gutes, erstes Halbjahr gespielt.“ (mz)