RB-Leipzig-Routinier Tim Sebastian

RB-Leipzig-Routinier Tim Sebastian: „Ich habe Kaiserslautern nicht unterschätzt”

Leipzig - Tim Sebastian hat in dieser Spielzeit wenig Fortune bei seinen Startelfeinsätzen. Wenn RB Leipzigs Routinier wie gegen St. Pauli, Unterhaching und Kaiserslautern einmal von Beginn an ran durfte, setzte es Niederlagen. Nach der 0:2-Heimpleite gegen die „Roten Teufel” analysierte der 31-Jährige ausführlich und reflektiert wie gewohnt die Ursachen für die ...

10.11.2015, 09:40

Tim Sebastian hat in dieser Spielzeit wenig Fortune bei seinen Startelfeinsätzen. Wenn RB Leipzigs Routinier wie gegen St. Pauli, Unterhaching und Kaiserslautern einmal von Beginn an ran durfte, setzte es Niederlagen. Nach der 0:2-Heimpleite gegen die „Roten Teufel” analysierte der 31-Jährige ausführlich und reflektiert wie gewohnt die Ursachen für die Niederlage.

Spielverlauf und Gegentore:

„Als es 0:0 stand, hatten wir die größte Chance, die Partie auf unsere Seite zu ziehen. Zwischen der 15. und der 35. Minute hatten wir auch eine starke Phase, haben aber das Tor nicht gemacht. Als es dann 0:1 stand, mussten wir natürlich ’was riskieren. Hinten drin zu stehen, hilft da nicht. Es ist zwar ärgerlich, dass es ein Kontertor war. Aber wir hatten immer noch eine Eins-gegen-Eins-Chance, keine Unterzahl-Situation. Entscheidender ist das 0:1 – das war kein Konter, darüber müssen wir sprechen, wie wir das besser verteidigen.”

Die Stabilität der neu formierten Abwehrreihe:

„Wenn man zwei Gegentore kriegt und 0:2 verliert, hat man wenig Argumente. Es hat sich trotzdem für mich nicht wahnsinnig schlecht angefühlt. Sicherlich war die ein oder andere brenzlige Situation dabei. Das hängt mit der Qualität des Gegners zusammen, aber auch mit der fehlenden Aggressivität von uns. Vielleicht war der Abstand von der Verteidigungslinie bis zum Stürmer zu groß. Kleinigkeiten wie diese haben sich summiert.”

Fehlende Frische:

„Es wirkte irgendwie behäbig. Uns fehlte die Explosivität, die wir sonst haben. Wir haben es über weite Strecken nicht geschafft, unsere Power und Aggressivität auf den Platz zu bringen.”

Die zweite Heimniederlage vor großer Kulisse:

„Klar, ist das ärgerlich. Wir wollten den Leuten natürlich einen Sieg präsentieren, am besten ein schönes Spiel. Aber dafür gibt es eben keine Garantie. Heute haben wir zu wenig richtig gemacht, als dass es dafür gereicht hätte.”

Druck:

„Wir hatten die vergangenen vier Ligaspiele gewonnen. Mit welcher Last sind wir denn in dieses Spiel gegangen? Mit gar keiner! Wir wollten losgelöst, klug, offensiv spielen. Das ist nur phasenweise gelungen. Letztlich war unser Spiel wohl zu fehlerbehaftet.”

Hat RB den Gegner unterschätzt?

„Ich persönlich habe sie nicht unterschätzt, weil ich weiß, was Kaiserslautern spielen kann. Wir haben sie ja im Videostudium in verschiedenen Phasen der Saison gesehen. Sie können unheimlich gut spielen, aber wenn man sie unter Druck setzt, machen sie Fehler. Das ist uns zu wenig gelungen. Dass wir unterbewusst gedacht hätten, das geht von alleine, kann ich mir nicht vorstellen. Wir analysieren das Spiel und müssen es dann auch wieder abhaken, da wir immer noch wunderbar in der Tabelle dastehen.“ (mz)