RB Leipzig gegen Eintracht Braunschweig

RB Leipzig gegen Eintracht Braunschweig: Was Stürmer Yussuf Poulsen vor dem Rückrunden-Auftakt zuversichtlich stimmt

Leipzig - Die Erinnerungen an die Rückrundenstarts der vergangenen Jahre sind Yussuf Poulsen noch sehr präsent. In der vergangenen Spielzeit hatten der Stürmer und seine Teamkollegen von RB Leipzig nur einen Zähler aus den ersten drei Spielen geholt. Trainer Alexander Zorniger hatte nur eine Partie nach der Winterpause seinen Hut nehmen müssen; dem Rückstand auf die Aufstiegsplätze rannte RB bis zum Saisonende hinterher. Und auch der Start in das Jahr 2014 war mit einer Niederlage beim MSV Duisburg daneben gegangen. In dieser Spielzeit sind sie daher bei RB daher besonders dafür sensibilisiert, endlich auch erfolgreich aus der Winterpause zu ...

Von Ullrich Kroemer 05.02.2016, 14:21

Die Erinnerungen an die Rückrundenstarts der vergangenen Jahre sind Yussuf Poulsen noch sehr präsent. In der vergangenen Spielzeit hatten der Stürmer und seine Teamkollegen von RB Leipzig nur einen Zähler aus den ersten drei Spielen geholt. Trainer Alexander Zorniger hatte nur eine Partie nach der Winterpause seinen Hut nehmen müssen; dem Rückstand auf die Aufstiegsplätze rannte RB bis zum Saisonende hinterher. Und auch der Start in das Jahr 2014 war mit einer Niederlage beim MSV Duisburg daneben gegangen. In dieser Spielzeit sind sie daher bei RB daher besonders dafür sensibilisiert, endlich auch erfolgreich aus der Winterpause zu kommen.

Mit dem Ligafünften Eintracht Braunschweig (Sonntag, 13.30 Uhr) und dem viertplatzierten FC St. Pauli (Freitag, 18.30 Uhr) warten gleich zum Anfang der Rückserie zwei ambitionierte Gegner mit Tuchfühlung auf Relegationsrang drei. Zwei Partien, die entscheidend dafür sind, den Flow der vergangenen, allesamt siegreichen Partien auch auf die verbleibenden 15 Spiele bis zur Aufstiegsentscheidung zu übertragen. „Wir hatten eine super Vorbereitung und haben ein höheres Niveau als in den vergangenen zwei, drei Jahren”, sagt Poulsen. „Ich bin fest davon überzeugt und wir glauben alle daran, dass der Start in diesem Jahr besser wird.” 

Als weitere Indizien für einen besseren Beginn als zuletzt führte Poulsen an, dass das Team in Ruhe und bis auf Linksverteidiger Marcel Halstenberg (Faserverletzung am Hüftbeuger) ohne Verletzungen vorbereiten konnte. Dazu zählt Poulsen auch, dass Sportdirektor Ralf Rangnick und Co. dem bestehenden Kader zu 100 Prozent vertrauen und erstmals im Winter keinen einzigen neuen Spieler dazu geholt haben. „Wenn man als Truppe so super zusammensteht wie wir, dann ist es besser, wenn keine neuen Spieler dazukommen”, sagte Poulsen. „Wir sind Erster, haben einen tollen Kader – da braucht man keine Neuzugänge.”

Dass die Mannschaft auf vielen Positionen annähernd gleichwertig besetzt ist, ist eines der Erfolgsgeheimnisse von RBL. Für Poulsen auch motivational eine wichtiger Faktor. Durch die direkten Zweikämpfe im Team und die Tatsache, dass sich kein Akteur  zurücklehnen kann, liege der Fokus ganz automatisch auf jedem einzelnen Training, jedem einzelnen Spiel. So laufe kein Spieler Gefahr, angesichts des immer näher rückenden Zieles Bundesliga-Aufstieg, die Konzentration auf den Augenblick zu verlieren.

Poulsens Einstellung ist ganz im Sinne von Trainer Ralf Rangnick, der diese Fokussierung auf das jeweils nächste Spiel seinen Kickern vorlebt. „Ich konzentriere mich nur auf Braunschweig, das Spiel auf St. Pauli interessiert mich jetzt noch nicht”, sagte Rangnick. „Mit dieser Taktik sind wir in der bisherigen Saison auch gut gefahren.” In der letzten Trainingswoche vor dem Auftakt feilte Rangnick, der am Mittwoch wegen eines Magen-Darm-Infektes pausierte, vor allem an mannschaftstaktischen Abläufen. In den verbleibenden beiden Trainingstagen bis zum Sonntag stellt der Chefcoach sein Team konkret auf Gegner Braunschweig ein. Das Team von Trainer Thorsten Lieberknecht könnte wie bereits einige andere Gegner in der Hinserie mit einer Fünferkette gegen RB verteidigen und ein Abwehrbollwerk aufbauen. „Wir rechnen mit drei zentralen Abwehrspielern”, sagte Rangnick gelassen, „sind aber auch auf eine Viererkette vorbereitet.”

Wer in seiner Viererkette verteidigen wird, hat der 57-Jährige noch nicht komplett entschieden. Dass Anthony Jung nach der Verletzung von Halstenberg links außen beginnen wird, bestätigte Rangnick. Aber die Entscheidung zwischen dem soliden und aufstiegserfahrenen Routinier Marvin Compper (30) und dem imposanten, bisweilen aber auch riskant agierenden 1,96-Meter-Mann Atinc Nukan (22) gilt es noch zu treffen. „Ich habe mir angewöhnt, die Entscheidungen dann zu fällen, wenn sie anstehen”, sagte Rangnick. Entscheidung für Entscheidung. Schließlich kann gerade der Beginn in diese Rückrunde entscheidend sein. (mz)