Fußball Fußball : SCN-Reserve trotz Remis wieder Tabellenführer

Naumburg - Landesligist SCN schloss die „englische Woche“ mit seinem zweiten Sieg ohne Gegentor in Folge ab, während das RSK-Team eine Etage tiefer etwas glücklich gewann und damit Platz zwei festigte.
LANDESLIGA: SV Friedersdorf - SC Naumburg 0:4 (0:1).
„Das war von Anfang bis Ende eine souveräne Vorstellung unseres Teams“, freute sich Naumburgs Trainer Matthias Krause nach dem überraschend deutlichen Erfolg beim starken Aufsteiger. Routinier Thomas Proschwitz brachte die Gäste mit einem Tore-Doppelpack auf die Siegerstraße. Zunächst traf der Mittelfeldspieler nach einem Pass des starken Philipp Döring (7.) per Lupfer, und dann war er vom Strafstoßpunkt erfolgreich (60.), nachdem der ebenfalls bestens aufgelegte Ahmad Ali vom Friedersdorfer Keeper Robert Hahn gefoult worden war. Moritz Denke, für den verletzten Patrick Heldt eingewechselt, ließ auf der rechten Außenbahn zwei Gegenspieler stehen und bereitete mit einer präzisen Flanke das Kopfballtor von Steven Krumbholz (0:3/72.) vor. Den Schlusspunkt setzte Lukas Storch (86.) per Abstauber. Zuvor war Denke nach Vorarbeit von Florian Eichstädt mit seinem Schuss an Hahn gescheitert; dieser lenkte den Ball an den Pfosten, und im Nachschuss erzielte Storch dann seinen vierten Saisontreffer. Carsten Pieper, der im rechten Mittelfeld mal wieder eine Einsatzchance erhielt, habe diese mit einer sehr guten Leistung genutzt, so Coach Krause.
LANDESKLASSE: SV Wacker Wengelsdorf - FC RSK Freyburg 0:1 (0:0).
Beiden Teams merkte man das Fehlen einiger Stammkräfte an. So kam zu keinem Zeitpunkt der Partie ein richtiger Spielfluss auf, und Torchancen waren auch Mangelware. Das Geschehen fand weitgehend zwischen den Strafräumen statt und war geprägt von Fehlpässen und Balleroberungen. Nach einer halben Stunde schoss der Wengelsdorf André Jentsch aus halblinker Position am rechten Pfosten des RSK-Kastens vorbei. Auf der Gegenseite verfehlte Hannes Niebling mit seinem Kopfstoß nach Ecke von Nils Standke das Ziel. Kurz vor der Pause scheiterte Jentsch mit einer Bogenlampe am Pfosten; der Ball sprang zurück ins Feld, und den Nachschuss aus Nahdistanz parierte Max Nürnberger, der den gesperrten Till Klippel hervorragend vertrat, per Fußabwehr. Im zweiten Abschnitt hatte Wacker etwas mehr vom Spiel. Nach einer Flanke von Uwe Becker konnte Nico Menzel mit seinem Kopfball Nürnberger, obwohl dieser wegrutschte, nicht überwinden. Jonas Schmiedl, neben dem Keeper bester RSK-Akteur an diesem Tag, setzte sich in der 82. Minute energisch im Strafraum durch und bediente Chris Linge, der am langen Pfosten nur noch einschieben musste und mit seinem vierten Saisontreffer die Partie entschied. Mit dem einzigen Torschuss der zweiten Halbzeit gingen die Jahnstädter als glücklicher Gewinner vom Platz, obwohl die Partie eigentlich keinen Sieger verdient hatte.
SSC Weißenfels II - BSC Laucha 1:0 (0:0).
In einer zunächst ausgeglichenen Partie, wobei beide Teams nicht ihren besten Tag erwischten, waren Chancen Mangelware. Aufseiten der Glockenstädter hatten in der ersten Halbzeit Alexander Saal (nach Diagonalpass von Mario Bothe) sowie Sven Spitzer per Kopf noch die besten Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich dann die Gastgeber. BSC-Akteur Patrick Hoffmann verursachte mit einem Foul einen Strafstoß, doch Lauchas Keeper Tobias Schöneburg hielt das 0:0 fest. Zehn Minuten später war er aber geschlagen, als Tony Barnickel das Tor des Tages erzielte. Damit fuhren die Weißenfelser ihren ersten Saisonsieg ein.
KREISOBERLIGA: Droyßiger SG - FC ZWK Nebra 0:5 (0:1).
Auf schwer bespielbarem Untergrund taten sich beide Teams schwer, und es entwickelte sich eine zähe Partie. So sorgte eine Standardsituation für den ersten Treffer: Lukas Eckardt (19.) war nach einer Ecke für die Gäste erfolgreich. In der zweiten Halbzeit wurden die Nebraer aktiver: Marvin Christiani (69.) erzielte das 0:2. Danach gaben sich die Droyßiger auf, und Lukas Poweleit schraubte das Ergebnis mit einem lupenreinen Hattrick weiter in die Höhe. Zunächst traf er nach einem Abschlag von Keeper Jan Domschky (84.), dann nach einer präzisen Eingabe von Lukas Sander (86.) und schließlich in der Schlussminute nach einem Zuspiel von Henning Knuhr.
SC Naumburg II - Lossa/Rastenberg 1:1 (0:0).
Trotz des späten Gegentreffers, „der natürlich sehr ärgerlich war“, wie Naumburgs Trainer Patrick Hausmann bekannte, rückt die SCN-Reserve vorerst wieder an die Tabellenspitze, weil die Nessaer durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch 3:4 bei Lützen/Meuchen verloren. Nachdem Marcel Derbek, der Keeper der Domstädter, bereits nach zwei Minuten mit einer gelungenen Parade sein Team vor einem frühen Rückstand bewahrt hatte, traf Albert Reinicke auf der Gegenseite nur die Querlatte.
In der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Platzherren ein spielerisches Übergewicht, und durch einen 16-Meter-Linksschuss von René Bergmann (55.) gingen sie auch verdient in Führung. „Dann hatten wir genügend Räume, die wir aber nicht genutzt haben, und die faire Partie plätscherte so dahin“, berichtet Hausmann. In der Nachspielzeit bekam Lossa/Rastenberg dann noch einen Freistoß zugesprochen, den Marcus Jöricke zum 1:1 verwandelte. Damit bleibt die länderübergreifende Kombination weiter ungeschlagen in dieser Saison. Mit nunmehr je drei Siegen und Unentschieden behauptete sie ihren starken dritten Tabellenplatz. Naumburg II bestreitet am kommenden Pokal-Wochenende ein weiteres vorgezogenes Punktspiel (Sonnabend, 14 Uhr, daheim gegen Spora). „Damit sind wir dann bereits Mitte November mit der Hinrunde durch“, so Coach Hausmann.
SV Mertendorf - SV Kretzschau 2:1 (0:0).
„Das war ein schönes Kampfspiel auf hohem Niveau. In den Zweikämpfen ging es richtig zur Sache, ohne dass es unfair wurde“, schätzte SVM-Trainer Ralf Kobylka ein. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der beide Teams jedoch bereits gute Chancen hatten, starteten die Wethautaler erfolgreich in den zweiten Abschnitt. Alexander Seyfarth wurde bei einem Angriff der Gastgeber von zwei Gegenspielern in deren Strafraum in die Zange genommen, und Referee Proft zeigte auf den Elfmeterpunkt. Seyfarth (56.) schnappte sich den Ball und verwandelte selbst zum 1:0. „In der Folgezeit konnten wir uns kaum aus der Umklammerung der offensivstarken Kretzschauer befreien“, berichtet Coach Kobylka. Die Gäste bekamen einen Handstrafstoß zugesprochen (85.), den Mertendorfs Keeper Sebastian Zilse jedoch abwehrte, indem er die Kugel an den Pfosten lenkte. Drei Minuten später musste Zilse das Spielgerät dann doch aus dem Netz holen, nachdem Christoph Scholz unbedrängt am langen Pfosten eingeköpft hatte. Die Gäste drängten nun auf den Siegtreffer. Diesen erzielten jedoch die Einheimischen, als Martin Kranz (90.) mit einem Volleyschuss nach einem zunächst abgewehrten Freistoß zum umjubelten 2:1 erfolgreich war.
Grün-Gelb Osterfeld - Blau-Weiß Bad Kösen 1:7 (1:4).
Ein Wechselbad der Gefühle erlebt in diesen Tagen der Vizemeister aus der Kurstadt. Nach dem ersten Saisonsieg (einem furiosen 8:2 vor Wochenfrist gegen Droyßig) und der 2:4-Niederlage am Feiertag gegen Nessa feierten die Bad Kösener am Sonntag nun ein erneutes Schützenfest. „Die Osterfelder haben ihre Viererabwehrkette bis zur Mittellinie vorgeschoben. Sie sind selbst nach dem klaren Rückstand nicht von ihrer offensiven Spielweise abgerückt, und wir konnten sie munter auskontern“, so Bad Kösens Spielertrainer Marc Eschrich. Er selbst trug einen Treffer, seinen bereits sechsten in dieser Saison, zum klaren 7:1-Auswärtserfolg bei. Kevin Gerber schnürte gar einen Dreierpack, und außerdem waren Christian Ossig, Lukas Höhne und Maurice Müller für die Blau-Weißen erfolgreich. „Der Gegentreffer der Gastgeber war indes ein Witz“, meinte Marc Eschrich. Einen Befreiungsschlag, der zur „Kerze“ mutiert sei, habe der Unparteiische als Rückgabe zu Keeper Jamie Ehrhardt gewertet. Mit einem indirekten Freistoß aus vier Metern Torentfernung traf dann Rudi Arendsen zum zwischenzeitlichen 1:3, aber bereits im Gegenzug und noch kurz vor der Pause stellte Höhne den alten Abstand wieder her und ließ damit erst gar keine Zweifel am Sieg der Gäste aufkommen. (tok/maw)
