Fußball-Landesklasse Fußball-Landesklasse : Nur ein Duo startet zunächst

Naumburg - Mit 14 Teams startet die Landesklasse, Staffel 7, am kommenden Sonnabend in die neue Saison. Das heißt, zunächst werden lediglich zehn Mannschaften um Punkte kämpfen. Denn die Partie des 1. FC Zeitz bei Wacker Wengelsdorf wurde abgesetzt, weil die Elsterstädter am Sonntag im Burgenlandpokal ihr Halbfinale gegen Blau-Weiß Bad Kösen nachholen müssen (wir berichteten), und der BSC 99 Laucha hat sein Heimspiel gegen Braunsbedra wegen der Einschulung auf den 10. Oktober verlegt.
BSC-Coach Ronny Starch sieht bei seinem Team „alles im grünen Bereich“. Von schwereren Verletzungen sei man zum Glück bislang verschont geblieben. Die Trainingsbeteiligung sei nun auch dienstags größer gewesen als in den vergangenen Jahren. An den Freitagen - wenn die Montagearbeiter und die anderen „Auswärtigen“ dabei sind - sehe es ohnehin gut aus.
Lauchaer ziehen Talent hoch
„Unsere Ziele haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Wir können keine großen Sprünge machen, wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich sichern, denn es wird sicher sehr ausgeglichen zugehen in der Staffel 7“, meint Starch. Zeitz, Spergau und Leuna zählt er zu den Favoriten auf den Meistertitel. „Dahinter gibt es acht, neun Mannschaften auf etwa einem Niveau, und dazu zähle ich auch uns.“ Einziger Neuzugang der Lauchaer ist Simon Riesen aus dem eigenen Nachwuchs. Er wird jedoch erst Ende September, wenn er 17 geworden ist, spielberechtigt sein. „Trotz seiner Jugend ist er schon ungemein zweikampfstark“, lobt Ronny Starch.
Aufgebot der Lauchaer: Tor: Robert Reis, Tobias Schöneburg
Abwehr: Matthias Meissner, Johann Thieme, Daniel Ulrich, Patrick Hoffmann, Markus Krentz, Christopher Schumann
Mittelfeld: Maximilian Handt, Lucas Hoffmann, Mario Bothe, Thomas Stichling, Lars Porse, Lucas Sielaff, Steven Walther, Phillipp Zille
Angriff: Chris Karl, Alexander Saal, Hannes Hoffmann
Zugänge: Riesen (eigene Jugend/wird aufgrund seines Alters erst im Laufe der Saison spielberechtigt sein); Abgänge: Thomas Elste (spielt auf eigenen Wunsch nur noch in der II. Mannschaft)
Trainer: Ronny Starch; Co-Trainer: Jörg Schnauß
FC RSK mit jungem Team
Während die Glockenstädter in der wegen der Corona-Krise abgebrochenen Saison 2019/20 nach Wertung durch die Quotientenregel den neunten Platz belegt hatten, war der FC RSK Freyburg Zehnter geworden. „Wir wollen dieses Mal besser aus den Startblöcken kommen als vor einem Jahr“, sagt Thomas Kirchhoff, Trainer des RSK-Teams. Damals hatten seine Schützlinge erstmals am fünften Spieltag punkten können - und zwar in Burgwerben. Dass ausgerechnet der SVB nun am kommenden Sonnabend der Auftaktgegner der Freyburger sein wird, und das auch noch im heimischen Jahnsportpark, wo man auf den Rasenplatz zurückkehren konnte, nimmt man beim Gastgeber als gutes Omen.
Mit der Saisonvorbereitung zeigt sich Kirchhoff zufrieden: „Wir haben die Zeit ordentlich genutzt. Viele Spieler sind wegen Corona zu Hause geblieben. Deshalb war die Beteiligung super.“ Vor allem in den Testspielen gegen Schott Jena II (3:0), den FC ZWK Nebra (4:1) und Landesligist Rot-Weiß Weißenfels (2:1) habe die Defensive überzeugt. „Und vorn hat unsere Mannschaft ja auch immer Optionen“, so der RSK-Coach. Da hatte sich zuletzt der talentierte Leo Apolle als Torschütze hervorgetan, „Wir haben ja immer noch ein sehr junges Team. Und diese jungen Kräfte übernehmen nun auch immer mehr Verantwortung“, freut sich Thomas Kirchhoff, der die Unterstützung der Routiniers wie Ronny Hagge, Stefan Lehwald oder Kapitän Jonas Weise natürlich nicht missen möchte. Wie der Konkurrent von der Unstrut haben auch die Freyburger derzeit keine Verletzten zu beklagen.
Aufgebot der Freyburger: Tor: Till Klippel, Denis Hörnig, Christoph Madeja
Abwehr: Till Kirchhoff, Stefan Lehwald, Marcel Rosenberg, Max Schirner, Jonas Schmiedl
Mittelfeld: Ronny Hagge, Sergio Adrian Schulz, Lennard Meyer, Nils Standke, Leo Apolle, Tom Krumbholz, Constantin Kitzmann, Patrik Borchmann
Angriff: Jonas Weise, Jens Diener, Chris Linge, Christian Lehwald, Nils Deckert
Zugänge: keine; Abgänge: Hannes Niebling, Steven Hagge (beide SC Naumburg), Paul Staps (aktive Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beendet)
Trainer: Thomas Kirchhoff; Co-Trainer: Steffen Giese und Dieter Strozniak
Holprige ESV-Vorbereitung
Beim vorjährigen Schlusslicht Eintracht Gröbers, der jedoch in der Landesklasse bleiben durfte, weil es nach der abgebrochenen Saison keine Absteiger gab, startet der ESV Herrengosserstedt am kommenden Sonnabend in das neue Spieljahr. Trainer Oliver Janicke kann im Großen und Ganze auf dasselbe Personal zurückgreifen wie in der Vorsaison, als sein Team auf Rang elf kam (siehe auch Kasten „Aufgebote“). „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, lautet Janickes Maxime. „Das sollte unser Anspruch und auch zu schaffen sein, wenn wir von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben.“ Denn die Personaldecke beim ESV sei ziemlich dünn, so der Coach.
Hinzu komme, dass sich einige der jüngeren Spieler beruflich neu orientieren und deshalb immer weniger Zeit für den Fußball haben. Die Saisonvorbereitung sei etwas holprig verlaufen, berichtet Oliver Janicke. „Testspiele sind kurzfristig geplatzt, immer wieder hatten wir auch mit Besetzungssorgen zu kämpfen. Aber unsere Mannschaft hat keinen schlechten Fußball gespielt. Was uns bislang fehlte, war das Quäntchen Glück im Abschluss.“
Aufgebot der Herrengosserstedter: Tor: Ricky Grieser, Sebastian Hackbart
Abwehr: Sebastian Braune, Stefan Ganzer, Tim Meyer, Christian Oberreich, Eddi Oberreich, Benjamin Polley, Niklas Schröder-Reif, Ives Weiser, Matthias Wille
Mittelfeld: Jakob Fiedler, Justin Franke, Philipp Hermann, Oliver Janicke, Markus Löhnert, Elias Meyer, Obidjoni Tolibzoda, Moritz Schwarze, Philipp Weeber
Angriff: Maik Grottel, Benjamin Hackbart, Pascal Huthuff, Michael Wille
Zugänge: keine; Abgänge: keine
Trainer: Oliver Janicke; Co-Trainer: Jan Wusterhausen
