Fußball-Kreisklasse Fußball-Kreisklasse : Reinsdorf legt Einspruch ein

Naumburg - Im Spitzenspiel der viertletzten Runde der hiesigen Kreisklasse-Staffel hat sich die Nebraer Reserve zwar mit 3:1 gegen die Nachbarn aus Reinsdorf durchgesetzt. Ob dieser Sieg aber auch als geglückte Revanche für ihre 1:2-Hinspielniederlage beim RSV in die Annalen eingehen wird, steht zumindest noch in den Sternen. Darüber wird das Sportgericht entscheiden. Stein des Anstoßes - oder besser gesagt: der Hoffnung der Gäste, die drei Punkte im Nachhinein am „grünen Tisch“ zugesprochen zu bekommen - ist die Tatsache, dass den Nebraern beim Erstellen ihrer Mannschaftsaufstellung im Elektronischen Spielberichtsbogen (ESB) der Lapsus unterlaufen ist, statt dem eingesetzten Lars Hess seinen Vornamensvetter Lars Wagner in das Tagesaufgebot „geklickt“ zu haben. Die Nebraer setzten mit Hannes Schröder auch jemanden ein, der am 21. Mai in der ersten Mannschaft seines Vereins gespielt hatte und danach fünf volle Tage hätte pausieren müssen. Dies steht so in der Spielordnung; ab dem viertletzten Spieltag gilt auf Kreisebene eine solche Sperrfrist. Diese entfällt zwar für Spieler, die zu Saisonbeginn das 23. Lebensjahr noch nicht beendet hatten, aber Schröder ist bereits 1990 geboren worden und damit älter.
In Sachen Staffelsieg hat eine etwaige Sportgerichts-Neuwertung jedoch kaum noch Bedeutung. Bei sieben Zählern Vorsprung und nur noch drei offenen Runden ist der Freyburger RSK-Reserve die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Die Reinsdorfer waren in Nebra durch ihren Kapitän Dirk Bornschein in Führung gegangen, aber Florian Frenzel, André Gollmann und Andreas Reussner wendeten das Blatt noch.
Die Teams, die den Verlierer des Spitzenspiels hätten überflügeln können, bekleckerten sich ihrerseits nicht unbedingt mit Ruhm. Lossa/Rastenberg II (4.) kam gegen den Tabellenvorletzten Baumersroda II/Burgscheidungen nicht über ein torloses Remis hinaus, und auch der FSV Klosterhäseler (5.) blieb nach einer Serie von sechs Erfolgen nun schon zum zweiten Mal am Stück sieglos. Immerhin reichte es aber nach dem 0:6 in Freyburg nun zu einem 1:1 gegen den Ranglistenneunten Memleben. Reiner Stahr hatte Wacker in Führung gebracht; neun Minuten vor Schluss glich Matthias Israel aus.
Überraschend deutlich mit 1:5 musste sich die Bad Kösener Reserve (6.) bei den direkt hinter ihnen platzierten Karsdorfern geschlagen geben. Die Kurstädter eröffneten zwar durch Roberto Keck den Torreigen, was sich aber als der viel zitierte Stich ins Wespennest erwies. Denn anschließend drehten die ZW-Kicker auf. Mario Neumann schnürte einen Dreierpack; außerdem waren Florian Butter und Tom Eberling für die Gastgeber erfolgreich.
Nach einer Durststrecke von fünf Wochen konnten auch die Gleinaer wieder einen Sieg bejubeln. Allerdings fiel ihr 4:0-Erfolg vergleichsweise bescheiden aus, wenn man berücksichtigt, dass Schlusslicht Bad Bibra/Saubach II mit nur acht Akteuren antreten konnte. Einziger Lichtblick aus Gäste-Sicht: gut verkauft und die Kosten für einen Nichtantritt vermieden. Die Tore für den GSV erzielten Lukas Winzer, Karl Werner und Florian Schroller (2).
Im Wethautal-Derby zwischen den Tabellennachbarn Mertendorf/Molau II (11.) und Schönburg-Possenhain (10.) führten die Platzherren zur Pause durch Tore von Nils Pachulsky und Felix Bach mit 2:0, aber nach dem Seitenwechsel stellten Christian Schüler und Stefan Bullirsch wieder den Gleichstand her. (kpk/tok)
