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"Eine Stadt - ein Team" "Eine Stadt - ein Team": Wie Leipzig den Olympia-Sportlern helfen will

12.07.2019, 11:46
Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, macht sich für Individualsportler stark.
Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, macht sich für Individualsportler stark. dpa

Leipzig - Das neue Vermarktungskonzept „Eine Stadt – ein Team“ für den Spitzensport in Leipzig ist gestartet. Man wolle den Sportlerinnen und Sportlern mehr Sicherheit geben, die sie dringend bräuchten, und dafür sorgen, dass sie auch in den Jahren zwischen Großereignissen wie Olympischen Spielen wahrgenommen würden, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung am Freitag in Leipzig.

„Professioneller Sport braucht eine professionelle Vermarktung“, betonte Jung. „Ich wünsche mir, dass beide Seiten profitieren: Die Sportlerinnen und Sportler, die sich ganz auf ihr Training konzentrieren können, und die Stadt Leipzig, die sich international noch stärker als Sport-Stadt darstellen und mit Spitzenleistungen für sich werben kann.“

Olympiasport Leipzig GmbH geht an den Start

Der 61 Jahre alte SPD-Politiker lobte, dass Vermarkter, Vereine und Stadt bei der Umsetzung mitgezogen hätten. „Es stellte sich schnell heraus, dass alle das Problem erkannt hatten“, sagte Jung. „Signal und Motivation genug, dass wir neue Partner finden, die finanziell einen Beitrag leisten“, ergänzte der unter anderem für den Sport zuständige Bürgermeister Heiko Rosenthal.

Am 2. Juli wurde die neue Gesellschafterstruktur der Olympiasport Leipzig GmbH (OSL) notariell beglaubigt. Neuer Mehrheitsgesellschafter ist nun die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH mit 50,25 Prozent. Jeweils 3,5 Prozent haben sieben Leipziger Vereine übernommen. Die noch verbleibenden 25,25 Prozent hält der Verein zur Förderung des Olympiastützpunkts Leipzig, der bisher alleiniger Gesellschafter gewesen war.

„Sport wird damit auch zum Sportmarketing der Stadt“, betonte Jung. Er stellte aber auch klar, dass man sich nun beispielsweise nicht um einen Tour-de-France-Start oder eine Langlauf-Veranstaltung wie in Dresden bewerben werde. Es gehe um Nachhaltigkeit für die Stadt und die Vereine, sagte Jung.

Leipziger Marketingoffensive für den Sport-Standort

Die Vorstellung einer konzentrierten Marketingoffensive insbesondere bei den Individualsportarten sei schon sehr alt, räumte er ein und verwies unter anderem auf die Zeit der Leipziger Olympia-Bewerbung Anfang des Jahrtausends. Umso erfreuter zeugte sich Jung nun ob der tatsächlichen Umsetzung. Auch bei potenziellen Partnern aus der Wirtschaft finde die Idee des neuen Vermarktungskonzeptes laut Jung großen Anklang.

Ein Konzept muss allerdings erst noch erarbeitet werden. Dies solle in den nächsten wenigen Monaten geschehen, versicherte der neue OSL-Geschäftsführer Volker Bremer. „Es wäre nicht seriös, jetzt schon Zahlen zu nennen“, sagte er. (dpa)