Führungskrise

DFB-Vize Koch weist Vorwürfe von DFL-Chef Seifert zurück

Von dpa
Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. Andreas Gora/dpa

Frankfurt/Main

Die Führungskrise im deutschen Fußball spitzt sich mehr und mehr zu.

Inmitten aller Spekulationen über einen möglichen Rücktritt des schwer beschädigten DFB-Präsidenten Fritz Keller widersprach DFB-Vize Rainer Koch in einem Schreiben DFL-Chef Christian Seifert und erhob seinerseits schwere Vorwürfe gegen den Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga.

„Ich stehe für die Einheit von Profi- und Amateurfußball, ich respektiere Ihren Einsatz für die Rechte und Interessen des Profifußballs. Sie sollten umgekehrt das Gleiche tun statt Agitation gegen mich mit wahrheitswidrigen Unterstellungen zu machen“, schrieb Koch in dem Brief, der auch an die Regional- und Landesverbände ging und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die DFL wiederum hatte zuvor in einem Brief, der ZDF und „Kicker“ vorliegt, um eine Erklärung von Koch gebeten, ob er sich bei der Krisensitzung in Potsdam bezüglich möglicher Pläne der DFL und Zukunftsplänen von Seifert geäußert habe. Man löse die Probleme des Deutschen Fußball-Bundes „nicht durch den Aufbau imaginärer Feindbilder und abenteuerlicher Verschwörungstheorien“, ließ Seifert den Vizepräsidenten wissen.

Koch antwortete in dem achtseitigen Brief unter anderem mit den Worten: „Ihre entsprechende Behauptung, mittlerweile bundesweit in allen Kanälen medial bestens gestreut, ist frei erfunden.“