2. Bundesliga

FCM zeigt Stärken und Schwächen beim 4:4-Spektakel in Kaiserslautern

Der 1. FC Magdeburg hat auch im Aufsteigerduell beim 1. FC Kaiserslautern einen Sieg verpasst. Zwar zeigten sich die Elbestädter offensiv gefährlicher als zuletzt, machten aber erneut zu viele Fehler in der Verteidigung.

Aktualisiert: 29.08.2022, 09:50
FCM-Torschütze Moritz-Broni Kwarteng machte in Kaiserslautern ein starkes Spiel.
FCM-Torschütze Moritz-Broni Kwarteng machte in Kaiserslautern ein starkes Spiel. (Foto: IMAGO/Thomas Frey)

Kaiserslautern/dpa - Mit einem wahnwitzigen Torfestival hat der 1. FC Magdeburg seine Negativserie in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Doch dass am Ende des spektakulären 4:4 (3:1) beim 1. FC Kaiserslautern am Sonntag kein Sieg herauskam, lag mal wieder an der anfälligen Abwehrleistung des Aufsteigers.

Da reichte selbst eine 3:1-Führung nicht aus. Terrence Boyd (7.), Boris Tomiak (40.), Philipp Hercher (47.) und Mike Wunderlich (66./Foulelfmeter) trafen für den FCK, Moritz Kwarteng (11./22.), Mohammed El Hankouri (17.) und Tomiak (80./Eigentor) für Magdeburg.

„Eigentlich ein riesen Spektakel, was gar nicht sein muss. Trotz des 0:1 waren wir in der ersten Halbzeit gut im Spiel und machen sehr effektiv drei Tore“, sagte FCM-Abräumer Amara Condé bei Sky. „Man muss das nach dem 3:1 einfach nach Hause bringen.“ In sechs Spielen kassierte der FCM bisher 17 Gegentore, was am Ende nicht ligareif ist.

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„Das Spiel war tatsächlich ein Spektakel. Es ging hin und her. Ich mag solche Spiele auch viel lieber als ein 0:0. Der Trainer wird mich dafür verfluchen. Nach dem 4:3 haben wir aufgehört, Fußball zu spielen und haben den Gegner aufkommen lassen“, sagte Kaiserslauterns Mittelfeldspieler Philipp Klement. Den 35.643 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion dürfte das Spiel auch ohne Sieger gefallen haben.

FCM-Trainer Christian Titz stellte nach zuletzt drei Niederlagen nacheinander erneut in der Innenverteidigung um, wo Jamie Lawrence und Silas Gnaka verteidigten. Dazu gab Julian Rieckmann auf der Sechs sein Zweitligadebüt. Gegen die robusten Lauterer setzte Titz damit auf mehr Körpergröße und Standfestigkeit, brachte vorn mit Moritz Kwarteng auch einen etwas körperlichen Spieler auf der Außenbahn.

Doch auch diese Umstellungen brachten den Magdeburgern nicht mehr Sicherheit. Alle Treffer der Gastgeber fielen unter kräftiger Mithilfe des FCM. Luca Schuler köpfte eine Ecke Marlon Ritter auf den Fuß, dessen Schuss Boyd kurz vor Torhüter Dominik Reimann noch entscheidend ins Tor abfälschte. Tomiak wurde bei einer Ecke sträflich frei gelassen, ebenso wie Hercher nach Marlon Ritters Flanke. Auch der von Amara Condé verursachte Elfmeter war das Ergebnis schlechter Abstimmung im Defensivverbund.

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Immerhin belebte Kwarteng die Offensive bei den Elbestädtern. Den schnellen Ausgleich besorgte Magdeburgs Nummer acht per Kopf, legte dann für El Hankouri auf, bevor der 24-Jährige sehenswert aus der Distanz zum 3:1 traf. Beim 4:4-Ausgleichstreffer hatte dann der FCM Glück, dass Tomiak den abgewehrten Schuss von Jason Ceka ins Tor brachte.

Die Aufstellung von Kwarteng belebte die FCM-Offensive zwar sichtbar, doch auch heute konnte der Angriff die Schwächen in der Verteidigung bei den Magdeburgern nicht komplett wettmachen. Vor dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn muss die Titz-Elf weiter an ihren Schwächen in der Defensive arbeiten, darf nicht immer wieder zu leichte Gegentore kassieren. Immerhin offensiv scheint eine Lösung für die mangelnde Torgefahr der vergangenen Wochen gefunden zu sein.