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Fußball-Bundesliga Werder-Trainer unter Druck: „Fühle mich nicht auf Bewährung“

Werder Bremen ist in der Bundesliga auf Platz 15 abgerutscht. Die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und Gladbach sollen den sportlichen Absturz stoppen. Einer steht dabei besonders unter Beobachtung.

Von dpa 26.01.2026, 14:32
Unter Druck: Werder-Trainer Horst Steffen.
Unter Druck: Werder-Trainer Horst Steffen. Rolf Vennenbernd/dpa

Bremen - Nach acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf Platz 15 der Tabelle steht bei Werder Bremen auch der Trainer Horst Steffen zunehmend unter Druck. Das ist dem 56-Jährigen vor dem Nachholspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Dienstag, 20.30 Uhr/Sky) bewusst.

„Es ist eine Situation, die anzunehmen ist. Und es ist sicher mehr Druck da, als wenn du dreimal gewonnen hast. Dementsprechend nehme ich das auch wahr“, sagte Steffen.

Werders Geschäftsführer Clemens Fritz sprach dem Trainer auch nach dem 0:1 bei Bayer Leverkusen noch einmal das Vertrauen aus. Andere Signale habe er auch intern nicht vernommen.

„Ich fühle mich nicht auf Bewährung“, sagte Steffen. „Grundsätzlich ist der Weg in diesem Jahr eher positiv. Ich habe das Gefühl: Da ist eine Mannschaft auf dem Feld. So können wir spielen und so können wir Spiele gewinnen. Und dann ist es eine Frage der Zeit, bis wir das tun.“

Heimspiel-Doppelpack in dieser Woche

Die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) werden dennoch wichtig für Steffens Position und Werders Aussichten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Besonders wichtig ist dem Trainer dabei: Seiner Linie treu zu bleiben.

„Es hat mich immer ausgezeichnet, dass eine Verlässlichkeit von meiner Person da ist und ausgeht“, sagte er. „In der Regel habe ich immer meine Ruhe und meine Haltung bewahrt. Das ist ganz wichtig, dass das auch bei Niederlagen so ist. Dass ich keine Schuldigen suche, dass ich meine Herangehensweise nicht großartig verändere.“

Große Sorgen in der Abwehr

Ein großes Problem dieser Werder-Saison ist auch die ständig angespannte Personallage. Zu Beginn der Saison erschwerten ein Transferstau und viele Verletzungen Steffens Arbeit. Beim Hoffenheim-Spiel fallen nach der Gelbsperre von Marco Friedl mindestens fünf Abwehrspieler aus. Möglicherweise wird mit Amos Pieper wegen einer Fleischwunde am Knie noch ein sechster Verteidiger fehlen.

„Amos Pieper wird sich noch herausstellen. Es fallen einige Verteidiger aus. Trotzdem sind noch genug da, die verteidigen und gut spielen können“, sagte Steffen. Kandidaten für einen Einsatz seien auch der 18-jährige Mick Schmetgens und der bislang so enttäuschende Franzose Skelly Alvero.