Vom Stiefvater missbraucht Vom Stiefvater missbraucht: Vergewaltigte Neunjährige muss Baby austragen

Callao - Die für deutsche Verhältnisse unglaublich klingende Geschichte eines neunjährigen Mädchens in Peru sorgt derzeit für Empörung. Das Mädchen wurde vom eigenen Stiefvater vergewaltigt und ist nun schwanger.
Damit jedoch nicht genug: Das missbrauchte Kind muss das Baby nun austragen, berichtet die Bild-Zeitung mit Verweis auf einen Bericht des englischen Mirror.
Denn in Peru ist eine Abtreibung selbst in einem solchen Fall nicht möglich. Das Gesetz sieht einen Schwangerschaftsabbruch nur vor, wenn eine unmittelbare Gefahr für das Leben der Mutter besteht. Zudem sei die Schwangerschaft der Neunjährigen auch schon zu weit fortgeschritten, so der Bericht.
Peru: Vom Stiefvater vergewaltigte Neunjährige muss Baby austragen
Der Stiefvater war immer dann über die Neunjährige hergefallen, wenn sie beide allein zu Hause waren - manchmal bis zu zehn Mal am Tag. Die Mutter bemerkte zunächst nichts. Erst als sich der Körper des Mädchens zusehends veränderte, ging sie mit ihrer Tochter zum Arzt. Eine Ultraschalluntersuchung bestätigte die Schwangerschaft des Mädchens: Die Neunjährige ist bereits im fünften Monat.
Daraufhin befragt, erzählte das verängstigte Kind, dass sie vom Stiefvater vergewaltigt wurde. Der 30-jährige Elmer Sergio Chamgero Tapia befinde sich seither auf der Flucht und wird von den Behörden gesucht. Eine Abtreibung sei in Peru trotzdem nicht möglich - auch, weil religiöse und konservative Gruppen im Land dies vehement ablehnen.
Die Familie des Mädchens, die in ärmlichen Verhältnissen lebt, fordert nun Unterstützung, unter anderem auch für die psychologische Betreuung des Mädchens. Perus Frauenministerin Ana María Choquehuanca kündigte lediglich an, dass dem Stiefvater wegen des Missbrauchs der Minderjährigen eine drastische Strafe drohe. (mz/mad)