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Justiz Unfall mit Streifenwagen - Prozess gegen Polizisten in Halle

Hat ein Polizist am Steuer eines Streifenwagens in Halle eine rote Ampel überfahren und eine Unfallserie ausgelöst? Das will ein Gericht klären. Einen Strafbefehl gab es schon.

Von dpa 30.01.2026, 14:43
In Halle wird gegen einen Polizeibeamten wegen fahrlässiger Körperverletzung verhandelt. (Archivbild)
In Halle wird gegen einen Polizeibeamten wegen fahrlässiger Körperverletzung verhandelt. (Archivbild) Peter Steffen/dpa

Halle - Nach einem Unfall mit einem Streifenwagen und mehreren Verletzten verhandelt das Amtsgericht Halle gegen einen Polizisten. Der 1992 geborene Mann muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten - bei einem Opfer des Verkehrsunfalls war eine Oberschenkelamputation des rechten Beins nötig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der Prozess soll am 19. Februar beginnen, zunächst seien vier Verhandlungstage anberaumt. 

Fußgänger zwischen Auto und Ampelmast eingeklemmt

Laut Anklage soll der Polizeibeamte am 11. Oktober 2024 als Fahrer eines Streifenwagens in der Innenstadt von Halle eine rote Ampel missachtet und auf einer Kreuzung mit einem Pkw zusammengestoßen sein. Dieser schleuderte daraufhin über das Gleisbett und prallte mit einem anderen Auto zusammen.

Das Polizeifahrzeug erfasste nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Halle im Zuge des Unfalls an einer Ampelanlage einen Mann und klemmte ihn zwischen Pkw und Mast ein, was zur Oberschenkelamputation geführt habe. Ein weiterer Fußgänger wurde durch Trümmerteile am Fuß verletzt.

Einspruch gegen Strafbefehl

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht den Angaben zufolge Ende Juni 2025 einen Strafbefehl gegen den Angeklagten erlassen. Es sei eine Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu 50 Euro verhängt worden, wie es hieß. Dagegen legte der Angeklagte Einspruch ein. Ihm drohen bis zu 3 Jahre Haft oder eine Geldstrafe.