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Fußball-Bundesliga Undav trifft wieder und jubelt mit Geste an Kritiker

Deniz Undav hat die Kritik der vergangenen Tage genervt. Beim 3:0 in Mönchengladbach sendet der VfB-Stürmer ein Zeichen und trifft wieder.

Von dpa 26.01.2026, 06:23
„Die Leute reden viel“: VfB-Stürmer Undav ist genervt von der Kritik an ihm.
„Die Leute reden viel“: VfB-Stürmer Undav ist genervt von der Kritik an ihm. Marius Becker/dpa

Mönchengladbach - Getroffen, 3:0 auswärts gewonnen und doch völlig genervt: Fußball-Nationalstürmer Deniz Undav hat den Sieg seines VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach auf seine eigene Weise gefeiert. Nach seinem Treffer zum Endstand (74. Minute) sandte Undav ein deutliches Zeichen an seine Kritiker, die ihm zwei Spiele ohne Tor vorgehalten hatten.

„Wenn man schon nach zwei Spielen von der Seite nervt“, schimpfte Undav bei DAZN. „Welcher Spieler macht denn jede Chance rein?“ Nach seinem unglücklichen Auftritt beim 0:2 in der Europa League bei der AS Rom hatte ihn Trainer Sebastian Hoeneß in Gladbach zunächst nur auf der Bank gelassen.

Knapp 15 Minuten nach seiner Einwechslung sorgte er dann mit seinem Tor zum 3:0 für die Entscheidung und formte beim Jubel seine Hand zu einer Geste, mit der er auf das Gerede der Kritiker anspielte. „Alle reden viel“, sagte Undav. „Ich wollte damit mal sagen: Einfach mal den Mund halten.“ 

Interne Unterstützung beim VfB 

Dass ihn die Kritik nach seinen persönlichen torlosen Spielen gegen Union Berlin (1:1) und in Rom nervte, ist verständlich. Undav möchte im Sommer bei der WM für Deutschland spielen. „Ich glaube jeder weiß, was ich seit November gezeigt habe“, meinte der 29-Jährige, der gerne noch nachgelegt hätte. Ein missglücktes Abspiel auf ihn in der Schlussphase ärgerte ihn daher noch besonders. „Das war ein typischer Deniz“, schmunzelte Hoeneß. „Da ging es nur um einen Pass, den er sich anders gewünscht hätte.“

Intern steht Undav ohnehin außerhalb jedes Zweifels. „Wir führen die Diskussion ja nicht. Wir haben eine ganz große Überzeugung bei ihm. Es gehört auch dazu, mal nicht zu treffen. In der Situation hat er gezeigt, was ein Stürmer zeigen muss“, sagte VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth.