Lohnentwicklung Thüringern bleibt mehr vom Lohn übrig
Nach harten Inflationsjahren haben Thüringer wieder mehr Geld zur Verfügung. Wie sich Löhne und Preise entwickelt haben, zeigt die neue Statistik.

Erfurt - Den Menschen in Thüringen haben wieder mehr Geld in der Tasche. Die Reallöhne lagen im zweiten Quartal um 3,6 Prozent höher als im Zeitraum von März bis Juni 2024, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das lag vor allem daran, dass die Verbraucherpreise in dem Zeitraum nur leicht anstiegen. Damit haben die Menschen wieder mehr finanziellen Spielraum, ihre Kaufkraft erhöht sich.
Nach den Daten des Landesamtes haben sich die Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Thüringer Arbeitnehmer im Schnitt um 5,3 Prozent erhöht. Diesem sogenannten Nominallohnanstieg stand ein Anstieg der Verbraucherpreise um 1,6 Prozent gegenüber.
Diese Entwicklung hält bereits seit zwei Jahren an, sodass Kaufkraftverluste vor allem aus den Jahren 2022 und 2023 zunehmend ausgeglichen werden. Damals hatte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zunächst die Energiepreise und in der Folge die gesamten Verbraucherpreise angeheizt. Die Reallöhne fielen innerhalb der Hochinflation sehr deutlich.