Spritpreise Steigende Spritpreise – Panter besteht auf Markttransparenz
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran steigen die Spritpreise an den deutschen Tankstellen. Sachsens Wirtschaftsminister Panter bringt Entlastungen ins Gespräch.

Dresden - Der sächsische Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter sieht angesichts steigender Spritpreise den Bund in der Pflicht. Der SPD-Politiker rief zu einer Prüfung möglicher „preisdämpfender Maßnahmen“ sowie zu einer intensiven Debatte“ darüber auf. Hohe Ölpreise würden unmittelbar auf Benzin, Diesel und Heizöl durchschlagen und seien wie höhere Gaspreise Gift für den Wirtschaftsmotor Deutschland. „Das alles belastet viele Haushalte ebenso wie Unternehmen – gerade in einem Flächenland wie Sachsen.“
Panter: Preissprünge müssen nachvollziehbar sein
Laut Panter gilt es Preissprünge sorgfältig zu beobachten. Es sei wichtig, dass sie nachvollziehbar sind. „Wenn geopolitische Krisen zu höheren Rohölpreisen führen, darf das nicht dazu führen, dass Marktunsicherheit für überzogene Margen genutzt wird.“ Transparenz und Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt seien jetzt besonders wichtig. „Sollten die Preise länger auf hohem Niveau bleiben, muss geprüft werden, ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind – etwa zeitlich begrenzte Entlastungen oder eine Anpassung von Abgaben.“
„Bezahlbare Energie nicht nur eine soziale Frage“
„Bezahlbare Energie ist nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein Standortfaktor. Gerade für Handwerk, Logistik und viele mittelständische Betriebe sind Mobilitätskosten ein wichtiger Bestandteil der Kalkulation“, betonte der Minister. Kurzfristige Marktausschläge gehörten in geopolitischen Krisen leider zur Realität. Entscheidend sei, die Entwicklung genau zu beobachten und dann gezielt zu handeln – mit Augenmaß und wirtschaftlicher Vernunft.
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und den Gegenreaktionen des iranischen Militärs waren die Preise für Kraftstoff auch in Deutschland in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Menschen in den grenznahen Regionen Sachsens nutzten die Möglichkeit von „Tanktourismus“ in Tschechien und Polen.