Energie

Stadtwerke Potsdam: Höhere Strompreise in Gruppenverträgen

Von dpa Aktualisiert: 13.08.2022, 14:09
Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in Kilowattstunden in einem Haushalt an.
Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in Kilowattstunden in einem Haushalt an. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Potsdam - Auch in Gruppenverträgen etwa für Kirchenmitglieder müssen sich Stromkunden in Potsdam auf höhere Preise einstellen. „Sobald die Verträge auslaufen, werden sie angepasst“, sagte Eckard Veil, der Chef der Potsdamer Energie- und Wassergesellschaft, am Freitag. Veil verwies auf große Preissprünge bei der Beschaffung.

Es gebe im Unternehmen etwa 100 Gruppenverträge. Ein Beispiel: Seit 2004 bieten die Stadtwerke einen speziellen Stromtarif für Mitglieder der evangelischen und der katholischen Kirche. Über das Angebot hatte die „Bild“ berichtet.

Veil sagte, die Preise für den Tarif EWP EchtKircheÖko seien 2020 vereinbart worden. Ende 2022 laufe der Vertrag aus, dann werde neu verhandelt.

Umweltgruppen der Potsdamer Kirchen hatten vor 20 Jahren Verhandlungen mit den Stadtwerken aufgenommen mit dem Ziel, Strom ohne Atomenergie und mit weniger Kohlendioxid-Ausstoß zu erhalten. Der Tarif steht neben Kirchenmitgliedern auch caritativen und diakonischen Einrichtungen sowie deren Beschäftigten offen.

Das aktuelle Angebot besteht zu 100 Prozent aus Ökostrom und sieht je nach Wohnort Arbeitspreise zwischen rund 30 und knapp 32 Cent je Kilowattstunde vor. Der Grundpreis liegt zwischen 6,92 Euro und 13,26 Euro monatlich. Derzeit verlangen Stromanbieter von Neukunden deutlich höhere Preise.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Rande eines Wahlkreis-Termins bei den Stadtwerken am Freitag, ihm sei gesagt worden, dass es zu keiner Begünstigung des einen oder anderen durch die Gruppentarife komme.