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Wissenschaftler Spezialist für Meereis leitet bald Alfred-Wegener-Institut

Das renommierte Alfred-Wegener-Institut bekommt einen neuen Direktor. Wer künftig an der Spitze steht - und welche Schwerpunkte der Wissenschaftler setzen möchte.

Von dpa 10.02.2026, 12:36
Der Glaziologe Hajo Eicken wechselt aus Alaska als wissenschaftlicher Direktor nach Bremerhaven.
Der Glaziologe Hajo Eicken wechselt aus Alaska als wissenschaftlicher Direktor nach Bremerhaven. -/Alfred-Wegener-Institut (AWI)/University of Alaska Fairbanks/dpa

Bremerhaven - Hajo Eicken übernimmt die Leitung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven. Der 60-Jährige tritt die Stelle als wissenschaftlicher Direktor am 20. März an, wie das Institut mitteilte. Eicken gilt als Spezialist für die Forschung zu Meereis.

Der Wissenschaftler ist in Bremerhaven geboren und hat 1990 an der Universität Bremen promoviert. Bis 1997 forschte er am Alfred-Wegener-Institut im Bereich der Ozeanischen und Atmosphärischen Physik. Danach wechselte er an die Universität von Alaska in Fairbanks, die er zehn Jahre lang leitete.

„Meine langjährige Tätigkeit in Alaska, insbesondere als Direktor des International Arctic Research Center, hat zu einem erheblichen Teil darin bestanden, Brücken zu bauen“, teilte Eicken mit. Diese Fähigkeit möchte er auch in Bremerhaven einbringen und eng mit anderen Wissenschaftlern, Politik und Wirtschaft kooperieren - etwa bei der Beratung von Behörden bei Wasser- und Küstenschutz.

Gratulationen aus Wissenschaft und Politik

„Hajo Eicken ist eine starke und überzeugende Wahl für das AWI“, betonte Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zu der auch das AWI gehört. „Er gehört zu den führenden Polarforschern weltweit und bringt eine transatlantische Perspektive mit, die in einer sich wandelnden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt.“

Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) begrüßte die Entscheidung. „Das Alfred-Wegener-Institut ist zentral für Deutschlands hervorragende Position in der Meeres- und Polarforschung“, teilte Bär mit. „Ich freue mich daher außerordentlich, dass wir Professor Hajo Eicken als international renommierten Arktisforscher für den Standort Deutschland gewinnen konnten.“

Eicken folgt auf die Meeresbiologin Antje Boetius, die das Institut sieben Jahre lang leitete und inzwischen in Kalifornien forscht.