1. MZ.de
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Zahl der Erwerbstätigen: Sachsen verliert 15.000 Arbeitsplätze

Zahl der Erwerbstätigen Sachsen verliert 15.000 Arbeitsplätze

Während bundesweit die Zahl der Erwerbstätigen stabil blieb, verzeichneten alle Ost-Bundesländer einen Rückgang. Sachsen trifft es mit am stärksten.

Von dpa 27.01.2026, 12:55
In Sachsen gehen in vielen Branchen Arbeitsplätze verloren. (Archivbild)
In Sachsen gehen in vielen Branchen Arbeitsplätze verloren. (Archivbild) Jan Woitas/dpa

Kamenz - In Sachsen sind im vergangenen Jahr rund 15.000 Jobs verloren gegangen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, hatten im Jahresdurchschnitt 2,049 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz im Freistaat - 0,7 Prozent weniger als 2024. Welche Branchen waren besonders betroffen? Und wie steht der Freistaat im Bundesländervergleich da?

Rückgang der Erwerbstätigkeit wegen schwacher Konjunktur

Die sinkenden Zahlen der Erwerbstätigen sind nach Angaben des Statistikamtes ein Ausdruck der schwachen Konjunktur. Auch 2024 hatte es bereits einen Rückgang gegeben. Er fiel mit 0,3 Prozent aber nicht ganz so stark aus. In den Jahren davor waren mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 jeweils Zuwächse verzeichnet worden.

Fast alle Branchen betroffen

Der Jobabbau zog sich durch fast alle Branchen. Im produzierenden Gewerbe wurden rund 8.300 weniger Erwerbstätige gezählt, im verarbeitenden Gewerbe 8.800 weniger und auf dem Bau rund 2.700 weniger. Im Handel und Gastgewerbe gingen rund 3.500 Jobs verloren. Zuwächse gab es lediglich im Bereich Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit mit rund 6.000 Erwerbstätigen mehr.

Rückgänge in allen Ostländern

Während über Gesamtdeutschland gesehen die Zahl der Erwerbstätigen praktisch unverändert blieb, verzeichneten alle fünf Ost-Bundesländer Rückgänge. Auch Berlin wies ein Minus von 0,1 Prozent aus. Prozentual verzeichnete Thüringen mit minus 1,1 Prozent den stärksten Verlust von Arbeitsplätzen. In absoluten Zahlen seien die reichlich 15.000 weniger Erwerbstätigen in Sachsen jedoch der höchste Wert aller Bundesländer, teilte das Statistische Landesamt mit.