Wetter Sachsen bei Hochwasser derzeit sorgenfrei
Derzeit sieht die Elbe in Dresden etwas „voller“ aus als gewöhnlich. Doch eine Hochwasserwarnung gibt es nach der Schneeschmelze bislang nicht.

Dresden - Die Schneeschmelze hat die Gefahr von Hochwasser in Sachsens Flüssen bislang nicht steigen lassen. Bei milden Temperaturen soll es auch in den kommenden Tagen keine Niederschläge geben, teilte das Hochwasserzentrum des Freistaates auf seiner Website mit. Ab der Nacht zum Sonntag seien geringe Regenmengen von unter fünf Liter pro Quadratmeter zu erwarten.
Nachts wird Schneeschmelze durch leichten Frost unterbrochen
„Der Schnee ist nahezu abgeschmolzen. Und dort, wo noch Schnee zum Abtauen kommt - vor allem in den Höhenlagen - wird der Tauprozess nachts durch leichten Frost unterbrochen“, sagte Kerstin Bernhardt, Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Geologie und Landwirtschaft, auf Anfrage. Zudem hätten die Flüsse aufgrund unterdurchschnittlicher Durchflüsse das Schmelzwasser gut aufnehmen und abtransportieren können.
„Aktuell macht sich der Tauprozess vor allem noch in den Unterläufen der Flüsse und unterhalb von Talsperren bemerkbar - mit höheren Wasserständen und Durchflüssen, die jedoch deutlich unter den jeweiligen Hochwassermarken der Richtwerte für die unterste Alarmstufe 1 liegen“, sagte Bernhardt. In Sachsen gibt es vier Alarmstufen.
Wasserstände gehen in den kommenden Tagen zurück
„Nach dem weitgehenden Abtauen der Schneedecke ist eine langsam zurückgehende oder stagnierende Wasserführung zu beobachten. Diese Tendenz wird sich in den kommenden Tagen fortsetzen.“ An den Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung stünden die Hochwasserrückhalteräume nahezu vollständig zur Verfügung.
In Dresden hatte die Elbe am Mittwochnachmittag einen Wasserstand von 3,16 Meter. Der mittlere Wasserstand beträgt hier normalerweise bei 1,50 Meter. Die Alarmstufe 1 beginnt ab einem Wert von vier Metern. Beim Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 wurde ein Pegelstand von 9,40 Metern gemessen.