Fußball-Bundesliga RB-Trainer plädiert für mehr Einfachheit bei Regelauslegung
Jede Woche gibt es umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Die Technik sei Fluch und Segen zugleich, sagt RB-Trainer Werner.

Leipzig - In der wiederkehrenden Debatte über Schiedsrichter- und VAR-Entscheidungen wünscht sich Leipzigs Fußballtrainer Ole Werner eine Rückkehr zur Einfachheit. „Das wünschen sich wohl in allererster Linie auch die Schiedsrichter. Wenn man mit den Jungs spricht, sind sie auch nicht so glücklich darüber, dass so viel darüber diskutiert wird“, sagte Werner vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale seines Teams am Mittwoch (20.45 Uhr, ARD/Sky) beim FC Bayern München.
Beim Handspiel beispielsweise sollte laut Werner klar sein, dass ein Schuss, den ein Spieler aus einem Meter Entfernung an den angelegten Arm bekommt, nicht als Handspiel zu werten ist. „Absichtliches Handspiel dagegen ist Hand. Damit liegt man eher richtig als mit der Sherlock-Holmes-Nummer, die wir jetzt allwöchentlich durchführen“, betonte der RB-Trainer und verwies auf die Vermessungen, die zeigen sollen, ob der Arm nun unnatürlich abgespreizt ist oder jemand um Millimeter im Abseits steht.
Werner: Acht Perspektiven, acht Meinungen
Technik und Bilder seien Fluch und Segen. „Es erhöht die Möglichkeiten, aber liefert auch immer wieder Diskussionsstoff, weil man aus acht unterschiedlichen Perspektiven zu acht unterschiedlichen Meinungen kommen kann. Eine gewisse Klarheit würde sicher helfen und das Spiel etwas einfacher machen“, sagte Werner.