Raumfahrt Raumfahrt: Sojus-Raumschiff ist erfolgreich gelandet

Moskau/Washington/dpa. - Der amerikanische Unternehmer Olsen (60), der sich das zehntägigeWeltraumabenteuer für 20 Millionen US-Dollar (17 Millionen Euro)gegönnt hatte, überstand die Landung gut. Olsen habe gelächelt, ander Landestelle eine Birne gegessen und mit den Rettungskräftengeredet, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit.
Der US-Astronaut John Phillips sei nach mehr als sechs Monaten imAll bei der Landung ohnmächtig geworden und mit Riechsalz belebtworden. «Direkt nach dem Aufprall spüren die Raumfahrer oft ihreErschöpfung», sagte der Mediziner Waleri Bogomolow. Dies sei nichtBesorgnis erregend. Der russische Kosmonaut Sergej Krikaljow kehrteals doppelter Rekordhalter auf die Erde zurück. Bei der Rekordzahlvon sechs Aufenthalten im All hat er dort 803 Tage verbracht, mehrals jeder andere Raumfahrer. Gegen Mittag trafen die drei Rückkehrermit dem Flugzeug in Moskau ein.
Krikaljow und Phillips hatten 179 Tage auf der ISS gearbeitet.Sie wurden von William McArthur aus den USA und Waleri Tokarew ausRussland abgelöst, die nun ihrerseits sechs Monate im All bleiben.Neben den beiden sollte eigentlich auch der deutsche Astronaut ThomasReiter in der ISS forschen und arbeiten. Wegen der andauerndenProbleme der US-Raumfahrtbehörde NASA mit den Space Shuttles war derStarttermin für den Deutschen aber mehrfach verschoben worden. Reitersoll jetzt als Passagier bei dem geplanten Shuttle-Start im Mai 2006zur ISS reisen.
Olsen hatte als erster Nichtfachmann auf der ISS auch anwissenschaftlichen Experimenten mitgewirkt. Die russische Raumfahrtwolle in Zukunft verstärkt «kommerziellen Forschungsreisenden» einenPlatz geben, nicht mehr reinen Touristen, sagte Nikolai Sewastjanowvom Raketenbaukonzern Energija.