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Verkehr Pendler in Leipzig und Dresden stehen rund fünf Tage im Stau

In Leipzig und Dresden wächst die Staubelastung. Eine Entspannung ist auch in den kommenden Jahren nicht in Sicht.

Von dpa 21.01.2026, 00:01
In Dresden standen Autofahrer im vergangenen Jahr rund 116 Stunden im Stau. (Symbolbild)
In Dresden standen Autofahrer im vergangenen Jahr rund 116 Stunden im Stau. (Symbolbild) Robert Michael/dpa

Leipzig - Im vergangenen Jahr standen Autofahrer im Raum Leipzig zusammengerechnet fast fünfeinhalb Tage oder 131 Stunden im Stau. In Dresden waren es während der Hauptverkehrszeiten fast fünf Tage (116 Stunden), wie die Auswertung des TomTom Traffic Index zeigt. Fehlende Infrastruktur und wachsender Verkehrsdruck haben demnach in Sachsen zu einer deutlichen Verschärfung der Verkehrslage geführt.

Dichter Verkehrsfluss während des Berufsverkehrs lässt Autofahrer durchschnittlich mit 38,5 Kilometern pro Stunde durch den Großraum Leipzig fahren, so die Analyseergebnisse des Kartierungsspezialisten TomTom. Das Staulevel sei hier auf 34,5 Prozent gestiegen. Es beschreibt, wie viel Zeit man zusätzlich für eine gewisse Strecke benötigt. Braucht man eigentlich für eine Strecke ohne Stau 30 Minuten, so können bei einem Staulevel von 34,5 Prozent rund zehn Minuten zusätzlich eingeplant werden.

Steigender Pendlerverkehr verstopft Straßen

Dresden verzeichnet deutschlandweit einen der stärksten Anstiege des Staulevels: Rund 30 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Für eine Strecke von 30 Minuten brauchte man 2025 im Großraum Dresden damit neun Minuten länger. Grund dafür sind unter anderem Engpässe im Straßensystem, wie etwa durch die fehlende Carolabrücke. Im September 2024 stürzte die Brücke ein und führt seitdem zu Umleitungen des Verkehrs. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit lag bei rund 44 Kilometer Pro Stunde.

Neben Engpässen im Straßen- und Infrastrukturbau sei es der zunehmende Pendlerverkehr, der die Straßen zu den Hauptverkehrszeiten verstopfe. Weniger Homeoffice und eine wachsende Zahl an Menschen, die aus der Stadt in das Umland ziehen, verschärfen diesen Trend.