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Wechsel nach Berlin Neuer Job für Thüringer Ex-Ministerin

Grünes Licht für Susanna Karawanskij: Die Thüringer Ex-Ministerin übernimmt eine neue Rolle in der Linken-Bundestagsfraktion. Das Kabinett in Erfurt machte dafür nun den Weg frei.

Von dpa 21.01.2026, 12:47
Susanna Karawanskij (Linke) war einst Ministerin in Thüringen und wird künftig als Referentin bei der Linke-Bundestagsfraktion arbeiten. (Archivbild)
Susanna Karawanskij (Linke) war einst Ministerin in Thüringen und wird künftig als Referentin bei der Linke-Bundestagsfraktion arbeiten. (Archivbild) Jacob Schröter/dpa

Erfurt - Die frühere Thüringer Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (Linke) arbeitet künftig als Referentin bei der Linken-Fraktion im Bundestag. Das geht aus einer Entscheidung des Thüringer Kabinetts über die Karenzzeit von Karawanskij hervor, über die die Staatskanzlei informierte. Demnach folgt das Kabinett der Empfehlung eines Gremiums für solche Fälle und gibt grünes Licht für den neuen Job. Die Entscheidung fiel demnach schon Mitte Dezember. Nach Angaben einer Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion wird Karawanskij im Bereich Bund-Länder-Koordination arbeiten.

Über Karenzzeit entscheidet Landesregierung

Ehemalige Mitglieder der Landesregierung, die beabsichtigen, innerhalb der ersten 24 Monate nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt eine Erwerbstätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes aufzunehmen, müssen dies bei der Landesregierung anzeigen. Diese entscheidet dann über die Anwendung einer Karenzregelung. Beim früheren Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) wurde diese Zeit beispielsweise auf 14 Monate gesetzt.

Karawanskij war zwischen September 2021 und Dezember 2024 in Thüringen Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft. Nach der Landtagswahl 2024 gab es einen Regierungswechsel: Rot-Rot-Grün unter der Führung des Linke-Politikers Bodo Ramelow wurde von einer Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD abgelöst, unter der Führung von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU).