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Luftverkehr Neue Flugverbindung zur Nordseeinsel Juist

In wenigen Tagen soll eine neue Fluglinie Juist wieder täglich mit dem Festland verbinden. Nach langer Unsicherheit ist die Insel damit wieder aus der Luft zu erreichen. Wie der neue Dienst aussieht.

Von dpa 04.03.2026, 16:21
Die ersten Flüge von und nach Juist sollen am 15. März starten. (Archivbild)
Die ersten Flüge von und nach Juist sollen am 15. März starten. (Archivbild) Sina Schuldt/dpa

Juist/Norden - Die Nordseeinsel Juist erhält wieder eine dauerhafte Flugverbindung zum Festland. Die Scandinavian Air Charter AS Juist (SAC) nehme vom 15. März an eine tägliche Flugverbindung zwischen dem Flugplatz Norden-Norddeich (Landkreis Aurich) und Juist auf, wie die Inselgemeinde mitteilte. Geplant sind demnach mehrere Abflüge täglich pro Richtung. Außerdem soll es mit der Fluglinie auch Charterflüge zu der ostfriesischen Insel geben – etwa von Leer, Emden, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen. 

Die Fluggesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Scandinavian Seaplanes, einem Luftfahrtunternehmen aus Norwegen. Bereits im vergangenen Jahr war die Fluggesellschaft bei einer Probephase auf der Strecke Juist–Norddeich unterwegs. Geflogen werden soll nun mit zwei Cessna-Maschinen vom Typ 206 mit Platz für je bis zu vier Passagiere. 

Die Inselgemeinde begrüßt die neue Verbindung und verweist auf die Erfahrungen aus der Testphase 2025: „Viele Gäste zeigten sich besonders glücklich über die schnelle und flexible Fluganbindung, die eine komfortable Alternative zu tideabhängigen Verkehrsmitteln darstellt“, teilte die Inselverwaltung mit. Juist ist sonst mit kleineren Schnellfähren und großen Passagierfähren erreichbar – diese sind teils abhängig von den Gezeiten. 

Streit um Flugplatz-Anbindung 

Nachdem die Fluggesellschaft FLN Frisia-Luftverkehr Anfang 2025 ihren langjährigen Linienbetrieb nach Juist eingestellt hatte, war eine Erreichbarkeit der Nordseeinsel über den Luftweg lange ungewiss. Zwischenzeitlich hatte der Ostfriesische Flugdienst (OFD) ab Emden eine Juist-Verbindung mit täglichen Flügen eingerichtet. Diese ist aber derzeit ausgesetzt. 

Streit gab es zuletzt auf der autofreien Insel auch darum, wie der auswärts gelegene Flugplatz an das Inseldorf angeschlossen wird. Ein Fuhrunternehmen hatte angekündigt, Kutschfahrten einzustellen, da der Flugplatz an Bedeutung verliere. In einem Bürgerentscheid im vergangenen Sommer hatten sich die Insulaner aber gegen eine motorisierte Bimmelbahn ausgesprochen.