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Termin noch unklar Neue AfD-Jugend plant Landesverband in Niedersachsen

Die AfD treibt den Neuaufbau ihrer Jugendorganisation voran: In Niedersachsen soll bald ein Landesverband der Generation Deutschland entstehen. Die Partei setzt auf deutlich mehr Kontrolle als früher.

Von dpa 26.01.2026, 17:44
Mit der Jugendorganisation Generation Deutschland setzt die AfD auf einen Neuanfang – nun soll auch in Niedersachsen ein Landesverband entstehen. (Archivbild)
Mit der Jugendorganisation Generation Deutschland setzt die AfD auf einen Neuanfang – nun soll auch in Niedersachsen ein Landesverband entstehen. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

Hannover - Die neue Jugendorganisation der AfD, Generation Deutschland, will Ende Februar einen Landesverband in Niedersachsen gründen. Das bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen AfD-Landesverbands der Deutschen Presse-Agentur. Ein konkreter Termin wurde noch nicht genannt.

Die Gründung wäre ein weiterer Schritt beim Aufbau der neuen AfD-Jugendstruktur. Die Partei hatte Generation Deutschland (GD) im vergangenen November bei einem Kongress im hessischen Gießen ins Leben gerufen. Mehr als 800 Teilnehmer verabschiedeten dort ein Jugendstatut, das Rolle und Arbeit der neuen Organisation regelt. Ziel ist eine deutlich engere Anbindung an die Mutterpartei.

Warum sich die Junge Alternative auflöste

Die GD tritt die Nachfolge der Jungen Alternative (JA) an, die sich im Frühjahr vergangenen Jahres aufgelöst hatte, nachdem sich die AfD von ihr getrennt hatte. Die JA war als eigenständiger Verein organisiert und nur lose mit der Partei verbunden. Eine AfD-Mitgliedschaft war – abgesehen von den Vorständen – nicht zwingend erforderlich, was der Jugendorganisation große Eigenständigkeit verschaffte.

Die AfD hatte daher wenig Einfluss auf das Verhalten der JA, was bei extremen Vorfällen regelmäßig auf das Image der Partei zurückfiel. Als Verein lief die vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestufte JA auch Gefahr, verboten zu werden.

Mitglied in der neuen AfD-Jugendorganisation kann in der Regel nur noch sein, wer auch schon in der AfD ist. Verstöße gegen Regeln oder Fehlverhalten können somit geahndet werden, bis hin zum Parteiausschluss. Offen sein soll die Organisation für alle AfD-Mitglieder unter 36.