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Kriminalität Nach Diebstahl in Berlin: Tatverdächtiger ist doch Polizist

Nach einem Diebstahl in Berlin wird gegen einen 42-Jährigen ein Haftbefehl erlassen. Ermittlungen zeigen jetzt: Er ist Polizist, darf seit vier Jahren aber keine Dienstgeschäfte mehr durchführen.

Von dpa 23.01.2026, 17:16
Der Tatverdächtige darf seit 2021 wegen anderen Ermittlungsverfahren keine Dienstgeschäfte mehr als Polizist durchführen. (Symbolbild)
Der Tatverdächtige darf seit 2021 wegen anderen Ermittlungsverfahren keine Dienstgeschäfte mehr als Polizist durchführen. (Symbolbild) Soeren Stache/dpa

Berlin - Bei dem 42-Jährigen, der seit vergangener Woche nach einem Diebstahl in Berlin-Reinickendorf in Untersuchungshaft sitzt, handelt es sich um einen Polizisten. Am vergangenen Samstag war die Polizei noch davon ausgegangen, dass der Mann sich lediglich als Polizist ausgegeben hatte. Der 42-Jährige darf demnach seit 2021 keine Dienstgeschäfte mehr durchführen, wie sich bei den Ermittlungen herausstellte. Das Verbot wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft wegen anderer Ermittlungsverfahren gegen ihn ausgesprochen.

Wie die Polizei am vergangenen Samstag mitteilte, hatte sich ein 29-Jähriger auf einem Supermarktparkplatz mit einem unbekannten Mann zu einem Autokauf verabredet. Während der Verkäufer des Autos das Geld des Käufers zählte, traten laut Polizei der 42-Jährige und ein weiterer Mann hinzu. Demnach nahmen die Männer unter dem Vorwand einer Beschlagnahme als Polizisten einen fünfstelligen Geldbetrag an sich. Der 42-Jährige wurde der Polizei zufolge nach der Tat festgenommen. Der Komplize und der Autoverkäufer wurden nach Polizeiangaben am vergangenen Samstag gesucht.