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Unfall Nach Busunfall mit über 30 Verletzten dauern Ermittlungen an

Ein Busunfall mit mehr als 30 teils schwer verletzten Menschen hatte vergangenen Sommer Aufsehen erregt. Gegen den Fahrer wurden routinemäßig Ermittlungen eingeleitet - und bislang nicht eingestellt.

Von dpa 19.01.2026, 05:30
Nachts war vergangenes Jahr ein Flixbus von der A19 abgekommen und umgekippt. (Archivbild)
Nachts war vergangenes Jahr ein Flixbus von der A19 abgekommen und umgekippt. (Archivbild) Jens Büttner/dpa

Röbel - Rund ein halbes Jahr nach dem Busunglück mit mehr als 30 Verletzten auf der Autobahn 19 gehen die Ermittlungen immer noch weiter. „Die Ermittlungen gegen den Fahrer des Busses dauern weiterhin an“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mit. Sie könne daher auch „keine belastbaren Informationen zur Unfallursache geben“.

Anfang Juli war der aus Kopenhagen kommende Flixbus nachts in Mecklenburg-Vorpommern bei Röbel (Mecklenburgische Seenplatte) rechts von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Er sollte über Berlin nach Wien fahren. 

Nach damaligen Polizeiangaben wurden 25 Menschen leicht und 6 schwer verletzt. Ein Fahrgast wurde demnach eingeklemmt und erst nach zwei Stunden befreit. Er sei für eine Notoperation per Hubschrauber nach Berlin geflogen worden. Den Schaden schätzte die Polizei auf etwa 500.000 Euro.

Ermittlungen automatisch eingeleitet

Gegen den Fahrer des Busses wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet - nach damaliger Aussage einer Polizeisprecherin ein Automatismus. Dies ereile standardmäßig jeden Kraftfahrer, der bei einem Unfall am Steuer gesessen habe, bei dem Menschen verletzt worden seien.

Diese Ermittlungen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zumindest bislang nicht eingestellt. Ob dies noch geschehe oder es möglicherweise zu einer Anklage komme, sei unklar. „Es wurde seitens der Staatsanwaltschaft noch keine Abschlussentscheidung getroffen“, so die Sprecherin. Sie könne den Ausgang auch nicht prognostizieren.