Mit Kabelbindern stranguliert, zu Tode getreten

Mit Kabelbindern stranguliert, zu Tode getreten: Tierquäler töten reihenweise Igel

Heidenheim - Am Zanger Berg in Heidenheim (Baden-Württemberg) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden. „Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden. „Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam ...

15.09.2019, 20:21
Ein junger Igel wird in einer Hand gehalten.
Ein junger Igel wird in einer Hand gehalten. www.imago-images.de

Am Zanger Berg in Heidenheim (Baden-Württemberg) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden. „Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden. „Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“

Am Mittwochnachmittag fanden Zeugen vier weitere tote Tiere. Die Igel lagen auf einer Wiese. Auch sie wurden offenbar getötet, einer davon erst in jüngster Zeit, die anderen dürften nach einer ersten Einschätzung der Polizei schon länger dort liegen.

Igel getötet: Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren droht

Wie Dr. Anja Stöckle betont, werde in jedem Fall Strafanzeige gestellt, auch die Polizei ermittelt bereits. „Und dass es sich hier um einen Straftatbestand handelt, ist offensichtlich.“ Denn nach dem Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wer zuwiderhandelt, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Die Tierquäler verstoßen aber nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz, laut dem der Igel zu den besonders geschützten Arten gehört. Demnach ist es verboten, diesen Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder der Natur zu entnehmen. (mz)

Hinweise nimmt das Veterinäramt Heidenheim unter Tel. 07321/3212601 entgegen.