Existenzgründer Mehr Hilfe beim Weg in die Selbstständigkeit
Tausende Thüringer melden jährlich ein Gewerbe an. Einige von ihnen sollen künftig eine bessere Förderung durch das Land erhalten.

Erfurt - Existenzgründer sollen es in Thüringen künftig etwas leichter beim Start in die Selbstständigkeit haben. Die Förderung werde ausgeweitet, kündigte das Wirtschaftsministerium in Erfurt an. Es würden von diesem Jahr an auch Gründungen eine staatliche Unterstützung erhalten, die aus einem Nebenerwerb erfolgten.
„In Zukunft wollen wir auch diejenigen unterstützen, die sich neben ihrem Angestelltendasein bereits ein zusätzliches Geschäftsfeld erschlossen haben und das jetzt zu ihrem Haupterwerb ausbauen wollen“, erklärte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Das Ministerium schließe damit eine Lücke in seiner Gründungsförderung. Die dazugehörige Richtlinie sei seit Anfang Januar in Kraft.
18 Millionen Euro noch im Fördertopf
Nach Ministeriumsangaben sind im Zeitraum von 2021 bis 2027 insgesamt 41 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln zur Unterstützung von Existenzgründungen und Betriebsübernahmen eingeplant. Zur Halbzeit des Förderzeitraums seien mehr als 1.800 solcher Projekte gefördert worden. Nun stünden noch knapp 18 Millionen Euro in diesem Programm zur Verfügung.
Mit dem neuen Angebot reagiere das Ministerium auf einen Trend: „Seit Jahren beobachten wir, wie der Anteil der Nebenerwerbsgründungen in Thüringen und Deutschland stetig zunimmt. Dieser Dynamik wollen wir mit unseren Anpassungen bei der Gründungsförderung Rechnung tragen“, äußerte Boos-John. Geschäftsmodelle würden quasi getestet.