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300. Geburtstag Mehr als der kleine Bruder: Rheinsberg widmet sich Heinrich

Vor 300 Jahren erblickte Prinz Heinrich das Licht der Welt. Der Bruder von Friedrich dem Großen hat Rheinsberg in der Kulturwelt einen Namen gemacht. Nun soll der „kleine Bruder“ gewürdigt werden.

Von dpa 16.02.2026, 13:16
Beim Festivalsommer in Rheinsberg soll Prinz Heinrich gewürdigt werden. (Archivbild)
Beim Festivalsommer in Rheinsberg soll Prinz Heinrich gewürdigt werden. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa

Rheinsberg - Anlässlich des 300. Geburtstages von Prinz Heinrich widmet die Musikkultur in Rheinsberg einen Teil ihres Jahresprogramms dem kleinen Bruder Friedrichs des Großen. „Heinrich von Preußen war weit mehr als nur der kleine Bruder von Friedrich dem Großen“, betonte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in Potsdam. Er sei „derjenige, der Rheinsberg zu dem gemacht hat, was es bis heute ist: ein Ort der Künste, der Neugier, der Inspiration.“

Zentrale Aufführungen sollen in diesem Jahr die weltberühmte Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Giovanni Paisiello und die Operette „Blaubart“ von André-Modeste Grétry sein. Zu beiden Stücken habe Heinrich eine besondere Beziehung gehabt, sagte Jelle Dierickx, Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg. Paisiello sei ein Freund Heinrichs gewesen und arbeitete später als Kapellmeister bei Katharina der Großen. Die Premiere von „Blaubart“ besuchte Heinrich 1789 in Paris.

Heinrich habe letztlich das Rheinsberger Bild geprägt, das wir heute kennen, sagte Ministerin Schüle. Er stehe häufig im Schatten seines weitaus bekannteren Bruders Friedrich II. „Holen wir ihn aus seinem Schattendasein.“

In diesem Jahr rechne man am Musiktheater in Rheinsberg mit rund 8000 Besuchern, sagte Dirk H. Beenken, Geschäftsführer der Musikkultur. Eine wesentliche Herausforderung sei das Wetter, weswegen man im vergangenen Jahr das Opernfestival im August anstatt wie sonst im Juli habe stattfinden lassen. Zudem seien die Kosten in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. „Wir müssen alle Leistungen dazukaufen.“ Man habe etwa kein stehendes Orchester, so Beenken.