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Verletzter FCA-Profi Fellhauer „Macht man nicht“: Wagner kritisiert Boey und Bayern-Bank

Bei der Szene gab großen Anlass zur Sorge: Ein Spieler des FC Augsburg verletzt sich nach dem Zusammenstoß mit einem Bayern-Profi am Kopf. Trainer Wagner prangert das Verhalten der Münchner an.

Von dpa Aktualisiert: 30.08.2025, 21:54
Robin Fellhauer (FC Augsburg) verletzte sich am Ende des Spiel gegen Bayern am Kopf
Robin Fellhauer (FC Augsburg) verletzte sich am Ende des Spiel gegen Bayern am Kopf Harry Langer/dpa

Augsburg - Augsburgs Trainer Sandro Wagner hat nach dem heftigen Zusammenprall seines Spielers Robin Fellhauer mit Sacha Boey leichte Entwarnung gegeben - und scharfe Kritik am Bayern-Profi geäußert. „Das wird schon gut, dauert jetzt aber zwei, drei Wochen. Es ist schon eine schwere Gehirnerschütterung“, sagte Wagner nach dem 2:3 des FCA gegen München bei Sky, ehe er das Verhalten von Boey und auch der Bayern-Bank mit deutlichen Worten anprangerte.

Wagner über Boey: „Zu cool für diese Welt“

„Es war einfach ein brutales Foul“, sagte Wagner, der dem Abwehrspieler der Münchner aber keine Absicht unterstellen wollte. „Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte: Dass er nicht ganz cool weggeht - zu cool für die Welt - sondern direkt Entschuldigung sagt und nicht erst, wenn er sieht, dass der junge Mann sich nicht mehr bewegen kann.“

Doch auch das Verhalten der Münchner auf der Gästebank bei der Szene in der Nachspielzeit, in der Boey mit voller Wucht in den Luftzweikampf mit Fellhauer ging und beide Köpfe aneinander prallten, gefiel dem Ex-Bayern-Profi gar nicht. „Der ein oder andere auf der Bank der Bayern“ hätte „vielleicht ein bisschen schneller die Synapsen anmachen und sich nicht beschweren“ sollen, meinte der 37-Jährige: „Das macht man einfach nicht, egal ob es Bayern ist oder nicht.“

Kompany verteidigt Boey

Bayern-Trainer Vincent Kompany betonte in der Pressekonferenz, dass sich Boey durchaus entschuldigt habe. „Vielleicht hat er am Anfang die Situation nicht ganz einschätzen können“, sagte der Belgier, der Fellhauer im Namen seines Clubs alles Gute wünschte. 

Familienmitglieder weinen

Fellhauer lag nach dem Zusammenprall minutenlang auf dem Rasen und wurde behandelt. Dann wurde er auf einer Trage vom Platz gebracht. „Wenn die Familie heult und in der Kabine ist und er jetzt ins Krankenhaus muss, dann ist das jetzt keine normale Fußballverletzung, würde ich jetzt sagen“, äußerte Wagner.